Kirchengeschichte

Die Kirchengemeinde in Hüttlingen

Versöhnungskirche Hüttlingen

Nach der Reformation war Hüttlingen zunächst rein katholisch. Mit dem Zustrom von Heimatvertriebenen stieg allerdings der Anteil der evangelischen Bevölkerung stark an. Um den Kirchgang dieses Bevölkerungsanteils zu erleichtern, wurde im Jahre 1967 die 'Versöhnungskirche' gebaut. Die Evangelische Kirchengemeinde Hüttlingen mit ihren ça 980 Gemeindegliedern ist seit 1. Januar 2003 Teil der Gesamtkirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen. Bisher gehörte sie der Kirchengmeinde Fachsenfeld an.

Die Kirchengemeinde in Wasseralfingen

1891  König Karl von Württemberg genehmigt eine ständige
         evangelische Pfarrei in Wasseralfingen.
1893  Am 1. Mai wird der Grundstein zur Kirche gelegt. Die
         Kirche wird im neugotischen Stil errichtet.
1894  Einweihung der Kirche am 17. September 1894 in
         Anwesenheit des württembergischen Königs Wilhelm II.

         Maße der Kirche:
         Länge 28,4 m; Breite 12,5 m; Turmhöhe 44 m.
         Ausstattung:
         Turmuhr mit 4 Ziffernblättern, drei Bronzeglocken mit
         Seilbetrieb. Orgel pneumatisch, zweimanualig und Pedal
         mit Tretbälgen. Blockförmiger Altar, stuckverziert mit ge-
         schmiedetem Gitter, gestiftet von König Wilhelm. Tauf-
         stein mit säulenförmigem Tragstück und Tisch. Kanzel mit
         verziertem Treppengeländer. Vier hölzerne Bankreihen-
         blöcke mit insgesamt 523 Sitzplätzen. Sakristei im Erdge-
         schoss des Turms. Heizung: zwei große 'Wasseralfinger
         Kirchenöfen'.

1916  Einbau einer elektrischen Beleuchtung.

1917  Verlust von zwei Bronzeglocken zur Einschmelzung für
         die Rüstung.
1922  Erwerb von drei Klangstahlglocken.

1927  Elektrifizierung des Glockengeläutes und der Orgel.

1944  50-jähriges Jubiläum der Kirche mit Festpredigt von
         Landesbischof Wurm.
1954  Einbau einer neuen Turmuhr.

1956  Erster Renovierungsabschnitt mit Einzug einer Zwischen-
         decke aus Holzfaserkassetten, Entfernung des Taufsteins
         und Neuerstellung eines Taufbeckens mit Kupferschale,
         Einbau einer elektrischen Heizung. Vergrößerung des
         Glockenstuhls zur Aufnahme von vier Bronzeglocken,
         welche von Auguste Kessler gestiftet wurden.

1959  Zweiter Renovierungsabschnitt mit Abschluss des Orgel-
         neubaus, Aufstellung eines neuen Altartisches aus
         Muschelkalk, Einbau von drei neuen Chorfenstern
         (gestiftet von Frau Auguste Kessler).

1970 Beginn der ökumenischen Bewegung in Wasseralfingen.

1972  Der Baukomplex Kirche und Pfarrhaus wird unter Denkmal-
         schutz gestellt.

1973  Erster ökumenischer Gottesdienst.

1974 Erster ökumenischer Gottesdienst mit Eucharistiefeier
        und Abendmahl im Sinne eines gemeinsamen 'Herrenmahls'.
        Seitdem sind ökumenische Gottesdienste gute Tradition
        geworden.

1976  Außenrenovierung mit Umgestaltung des Haupteingangs
         und des Pfarrhofs.

1980  Dachsanierung von Turm und Schiff.

1982  Innenrenovierung: Entfernung der Kassettendecke und
         Freilegung Balken-Trage-Konstruktion. Doppelverglasung
         der Fenster. Bodenbelag mit Ziegelfliesen im Schiff und
         Teppichboden auf der Empore. Neue und helle Farbtöne
         an den Innenwänden. Neuordnung der Bankreihen und
         Vergrößerung der Bankabstände. Einbau einer neuen
         Elektroheizung unter den Bänken. Einbau einer Beleuch-
         tungs-, Lautsprecher- und Schwerhörigenanlage.

1987  Umbau der Orgel und Einweihung am Pfingstsonntag.

1991  Am 9. und 10. November feiert die Gemeinde das 100-
         jährige Jubiläum mit einem Festgottesdienst und einem
         Gemeindefest. Gleichzeitig erhält die Kirche den Namen
         'Magdalenenkirche'. Namensgeberin war Maria Magda-
         lena, die auf dem rechten Kirchenfenster im Altarraum
         abgebildet ist.
1997  Im Februar erste Wasseralfinger Vesperkirche.

2003  Ab 1. Januar Zusammenschluss der Gemeinden Wasser-
         alfingen und Hüttlingen zur Kirchengemeinde Wasser-
         alfingen-Hüttlingen.
         15. Januar:
         Vorstellung des neuen 'Leitbild' für die evangelische
         Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen.
         Die Gesamtgemeinde hat nun insgesamt ça 3870 Seelen,
         davon 2560 in Wasseralfingen und 330 in Hofen.
         Verleihung des Umweltzertifikates 'Grüner Gockel'.
         Im Dezember: Einbau des von Sieger Köder gestalteten
         und gestifteten Kirchenfensters 'Die Verkündigung
         der Maria Magdalena'.

2006  10-jähriges Jubiläum der Vesperkirche unter der Leitung
          von Frau Gudrun Fetzer.