© Aalener Nachrichten 09.10.2016

Dekan Ralf Drescher gratulierte zum Jubiläum der Versöhnungskirche Hüttlingen.(Foto Volckart)

Versöhnungskirche ist „wie ein Fels“

Evangelische Christen in Hüttlingen feiern das 50-jährige Bestehen ihres Gotteshauses

Hüttlingen vo Die evangelischen Christen haben das 50-jährige Bestehen der Versöhnungskirche in Hüttlingen mit einem Jubiläumsgottesdienst gefeiert. Sie wurde 1966 gebaut.

Weil nach dem Zweiten Weltkrieg in Hüttlingen die Zahl der Flüchtlinge stark angestiegen war, hatte auch die Zahl der Protestanten zugenommen. 441 Evangelische zählte man in den 60er Jahren. Ihr Wunsch war verständlich, nicht mehr in der Friedhofskapelle oder in der Schule, sondern in einem eigenen Gotteshaus Gottesdienst feiern zu können.

1965 wurde mit dem Bau der Kirche im Seitsberger Weg begonnen. Schon ein Jahr später war der schlichte Bau mit dem von der bürgerlichen Gemeinde gespendeten blau-weißen Turm eingeweiht. Schnell war auch der Name Versöhnungskirche gefunden, an welchem auch Hüttlingens damaliger katholischer Geistlicher Johannes Alt großen Anteil hatte. Der hatte sich um deren Integration ebenso gekümmert, wie um den gelb-weißen Schmuck der Hüttlinger Straßen, als am 9. Oktober 1966 zusammen mit Pfarrer Ulrich Fischer Einzug in das neue Gotteshaus gehalten werden konnte.

Auch beim Jubiläumsgottesdienst, den Predigten und den Grußworten stand der Gedanke von Versöhnung ganz im Mittelpunkt. Da hatte Mesnerin Sigrid Danner für jeden Gottesdienstbesucher kleine Holzfigürchen ausgesägt, die wie ein Reißverschluss zu einem großen Ganzen zusammengefügt werden konnten, hatte Pfarrer Uwe Quast an die Zeit vor 50 Jahren erinnert und an einer Tafel zusammenfügen lassen, was zusammengehört. Dekan Ralf Drescher zitierte aus Brechts Theaterstück „Guter Mensch von Sezuan“, wo die Versöhnung am Wohl eines Gemeinwesens wesentlichen Anteil hat, und gratulierte zum Jubiläum, einem starken Gottesdienst und einer ebensolchen Gemeinde, wo man aus dem Vollen schöpfen könne.

Bürgermeister Günter Ensle beglückwünschte die Kirchengemeinde. Das jetzt 50 Jahre alte Gotteshaus sei für die Protestanten Hüttlingens wie ein Fels, für Jugendliche und Senioren gleichermaßen. Da sei eine gute Partnerschaft entstanden. Und ein Gastgeschenk hatte der Bürgermeister auch mitgebracht. Das solle für anstehende Renovierungen verwendet werden.

© Aalener Nachrichten 06.10.2016

Am kommenden Sonntag feiern Hüttlingens evangelische Christen den 50. Geburtstag ihrer Versöhnungskirche im Seitsberger Weg. (Foto, Volckart )

Versöhnungskirche besteht seit 50 Jahren

Am Sonntag ist Jubiläumsgottesdienst – Vor 30 Jahren wurden zwei weitere Glocken geweiht

Hüttlingen sz Gleich zwei Jubiläen gibt es am Sonntag in der evangelischen Versöhnungskirche Hüttlingen zu feiern. Genau vor 50 Jahren, am 9. Oktober 1966, weihte der Ulmer Prälat Rieß nach nur einjähriger Bauzeit das Gotteshaus an der Ecke von Buchen- und Seitsberger Weg. Entworfen hatte es der Aalener Architekt Helmut Burkhardt. Der Gottesdienst – von Pfarrer Ulrich Fischer zelebriert – hatte natürlich die Verständigung der Religionen als Mittelpunkt, weshalb Fischer „Wir sind unterwegs zu Gott, der uns Trost spenden wird“ zum Thema seiner Predigt erhoben hatte.

Dass der Kirchenbau notwendig gewesen war, belegt die Tatsache, dass es in Hüttlingen noch vor dem Krieg lediglich 16 Protestanten gegeben hatte. Schon 1961 zählte man 441 Gläubige. Heute sind es genau 1065.

Das zweite Jubiläum gab es genau 20 Jahre später, als zur ersten und heute kleinsten (Tauf-) Glocke „Ich will Frieden geben an dieser Stätte, sprach der Herr Zebaoth“ eine zweite mit 225 Kilogramm und dem Ton D hinzugefügt wurde. Sie trägt die Inschrift: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid“. Das bis heute so existierende Geläut wurde damals durch eine 350 Kilogramm schwere Glocke vervollkommnet. Die Betglocke mahnt: „Siehe, ich bin bei Euch alle Tage“. Den Gottesdienst hatten vor 30 Jahren Pfarrer Martin Büser und Pater Matthäus Ruf gehalten.

Den Gottesdienst am Sonntag um 10 Uhr hält Pfarrer Uwe Quast. Danach gibt es Grußworte und einen kleinen Stehempfang.


 

 

© Schwäbische Post 07.06.2016

Pfarrer Uwe Quast (links) bei seiner feierlichen Investitur mit Dekan Ralf Drescher in der Magdalenenkirche in Wasseralfingen. (Foto: ls)

Uwe Quast ist Pfarrer in Wasseralfingen

Feierliche Investitur in der Magdalenenkirche: Würdigung seiner ökumenischen Kompetenz

 

Der Pendler im Geiste Jesu Christi ist in Wasseralfingen angekommen. Zwar wird er noch eine Weile zwischen seinem Wohnort Herbrechtingen und seinem neuen Wirkungsort Wasseralfingen hin- und herpendeln. Aber aus den zahlreichen Grußworten bei der Investitur war leicht herauszulesen, wie sehr man sich auf Uwe Quast freut.

 

Lothar Schell

 

Aalen-Wasseralfingen. „Sie wissen, dass ich Ihre Art zu predigen und Dinge auszudrücken sehr schätze“, betonte Dekan Ralf Drescher in seiner Begrüßung in der Magdalenenkirche und er fügte hinzu: „Wir sind froh, dass Ihre herausragende ökumenische Kompetenz dem Kirchenbezirk erhalten bleibt.“

Der in Reutlingen geborene Quast schilderte seine Stationen als Theologe, die ihn auch an berufliche Schulen führten. Sein Vikariat absolvierte er in Hohenlohe. Sein Ausbildungspfarrer verabschiedete ihn mit den Worten: „Du kamst als Fremder und gingst als Freund.“ Uwe Quasts Gattin ist Pfarrerin in Herbrechtingen, das Ehepaar hat drei Kinder.

„Ich bin jetzt ganz für Sie da“, rief Quast dem Wasseralfinger Glaubensvolk zu. Zuletzt hatte er am ökumenischen Gemeindezentrum auf der Heide in Aalen gewirkt, nun hat er die Pfarrstelle Wasseralfingen-Hüttlingen inne. „Offen gegenüber andersdenkenden Menschen, den Menschen zugewandt, erfrischender Witz und Humor, ein Pfarrer mit Erfahrung und Begabung lauteten die Attribute, die verschiedene Zeugen Uwe Quast ins Stammbuch schrieben.

Wie er ist, so predigt er auch. Mitten hinein ins Herz, unverblümt, manchmal auch unkonventionell. „Jetzt bin ich kein Außerirdischer mehr, sondern ein Wasseralfinger“, meinte er. Die Frage nach der Identität sei sowieso „die Frage aller Fragen“.

Das Entscheidende sei, dass Christus im Evangelium Frieden verkündet habe. Das „Du bist angenommen, so wie Du bist“ gelte für alle. Menschen müssten sich nicht permanent optimieren. „Gottes Güte ist seine Mitmenschlichkeit“, so der Prediger wörtlich.

Quast unterstreicht sein ökumenisches Credo und er spricht von dem einen barmherzigen Gott, wenn es um die Beziehung zum Islam geht. „Muslime gehören zu Deutschland“, sagt er. Aber auch Muslime müsse man anfragen, wie sie zu Recht und Gesetz stünden und wie sie Frieden stiftend wirken wollten.

Zum guten Schluss setzt er einen eindrücklichen Aufruf zum „Kampf gegen Egoismus und Entzweiung“. Dies bedeute im Umkehrschluss, Raum zu lassen für den guten Geist Gottes und für Hoffnung. Für die Landessynode sprach Eva Glock ein Grußwort, Pfarrer Harald Golla von der Stephanus-Gemeinde freute sich auf ein reges ökumenisches Miteinander.

Ortsvorsteherin Andrea Hatam zeigte sich glücklich, dass die Pfarrstelle wieder gut besetzt sei.

© Schwäbische Post 07.06.2016

 

© Aalener Nachrichten 05.06.2016

Die Investitur von Pfarrer Uwe Quast (Bildmitte) wurde mitzelebriert von Schuldekan Harry Jungbauer (links) und Dekan Ralf Drescher. (Foto Markus Lehmann )

„Jetzt bin ich Wasseralfinger“

 

Investitur: Uwe Quast ist Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde


Aalen-Wasseralfingen lem Feierlich war seine Verpflichtung, freundlich die Begrüßung, nachdenklich bis humorvoll seine Antrittspredigt von der Kanzel der Magdalenenkirche herab: Mit seiner Investitur hat Uwe Quast am Sonntagnachmittag die Pfarrstelle Wasseralfingen-Hüttlingen I übernommen. Nach seiner Verpflichtung sagte er: „Jetzt bin ich ein Wasseralfinger.“

 

Groß war die Freude auch bei den Gemeindemitgliedern, dass die Pfarrerstelle mit Quast besetzt wurde, immer wieder war in den Reden der Gäste von diesem „wichtigen Tag für Wasseralfingen“ und auch für Hüttlingen die Rede. Zuvor hatte Dekan Ralf Drescher Quast an seiner „neuen Wirkungsstelle“ begrüßt und vorgestellt.

 

Würdevoll war die Verpflichtung durch Drescher, Landessynodale und Zeugen vor dem Altar. Die Zeugen wandten sich später auch an die Versammelten – Frieder Weinbrenner etwa mit der Losung, Gott aus ganzem Herzen zu lieben: „Gott erwartet nicht, dass wir die Wissenden sind, sondern, dass wir mit dem Herzen hören.“ Liebe sei der Friede, das Schalom Gottes.

 

Chrissi Kienle erinnerte daran, dass die stellvertretende Dekanin Ursula Richter Quast im Jahr 2010 ins Amt eingesetzt hatte, heute nun übernehme er ihre Stelle. Den neuen Pfarrer in Wasseralfingen begrüßte sie einerseits für die Hüttlinger, der „Perle am Kocher“, andererseits für die Wasseralfinger „idyllisch am Braunenberg gelegen und sogar mit einem Kurort“ (Röthardt). Schon bei der Vorbereitung der Konfirmanden seien bei Quast seine „große Begabung“ und sein großer Humor hervorgetreten.

 

Den zeigte er dann auch in seiner ersten Predigt als Pfarrer in der Magdalenenkirche, in der er nun „kein Gastprediger mehr und kein Außerirdischer mehr aus Aalen“ sei. Quast stützte seine Predigt auf das Zweite Kapitel Epheser 17 bis 22, dem er schwäbische Mundart, nachdenkliche philosophische Gedanken und persönliche Erinnerungen vom Jakobsweg zur Seite stellte. So fragte er etwa mit dem schwäbischen Investigativ-Gruß „Wem g’hörsch Du denn?“ oder „Wo na g’hörsch Du denn?“ nach der Identität eines Menschen oder nahm die Gemeinde ein Stück mit auf den Jakobsweg, den er selbst pilgerte, um dabei den Kopf freizukriegen von den täglichen Meldungen von Katastrophen, Kriegen, Terroranschlägen und Gewaltakten. „Christus ist unser Frieden mit Gott und mit uns selbst,“ sagte Quast. Wohl reiner Zufall oder doch Symbol von höherer Stelle: Während Quasts Predigt saß draußen direkt vor der Haupt-Kirchentür ein weißes Taubenpaar.

© Schwäbische Post 09.03.2016

Der evangelische Dekan Ralf Drescher im Gespräch über die aktuellen Herausforderungen im Kirchenbezirk, über den Pfarrplan 2018 und über das Gottesdienstangebot. (Foto: Oliver Giers)

Kein Pfarrer mehr auf der Heide

Nach dem Weggang von Uwe Quast bleibt die Stelle unbesetzt – Pfarrerin Arshadi in Ellwangen zur Dienstaushilfe

 

Da Pfarrer Uwe Quast nach Wasseralfingen-Hüttlingen wechselt, wird seine Stelle in Peter und Paul nicht mehr besetzt. Nicht nur dort stehen Veränderungen an. In Ellwangen wird Pfarrer Martin Schuster während seines Studiums durch Pfarrerin Florentine Arshadi vertreten. Über das und mehr hat Ulrike Schneider mit Dekan Ralf Drescher gesprochen.

 

Pfarrer Uwe Quast wird seine Gemeinde Peter und Paul verlassen. Wie sehen Sie die Situation?

Dekan Ralf Drescher: Mein ganzes Augenmerk gilt zunächst der Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen.

Weshalb?

Die Gemeinde hat sich in den vergangenen anderthalb Jahren von zwei Pfarrerinnen und einem Pfarrer verabschieden müssen. Pfarrer Wolf Seitz hat als erster die Kochertalgemeinde verlassen. Seine Stelle entfällt durch den Pfarrplan 2018. Daher gibt es auch keinen Nachfolger für ihn. Zudem wurde Pfarrerin Ursula Richter zur Gmünder Dekanin gewählt. Und erst vor Kurzem ist die zweite Pfarrstelle frei geworden, weil die Kollegin jetzt einen anderen Dienstauftrag erfüllt.

Sie meinen Pfarrerin Arshadi?

Ja.

Was sagen Sie dazu?

Sie wird bis auf Weiteres einen Übergangsdienstauftrag versehen. Im Rahmen ihrer Stelle wird sie 50 Prozent im Kirchenbezirk Religionsunterricht erteilen; zudem wird Florentine Arshadi zunächst in Ellwangen Pfarrer Martin Schuster vertreten.

Was ist mit Pfarrer Martin Schuster?

Der Ellwanger Kollege wird von April bis Juli ein sogenanntes Kontaktstudium absolvieren. In dieser Zeit wird sich Martin Schuster intensiv an einer theologischen Fakultät weiterbilden.

Was ist mit der zweiten Ellwanger Pfarrstelle von Theresa Haenle?

Sie ist derzeit noch in Elternzeit. Und gerade deswegen freue ich mich, dass die Vertretungssituation in Ellwangen im guten Sinn geregelt ist.

Und die Wasseralfinger und Hüttlinger Protestanten freuen sich über Pfarrer Quast?

Ja, bestimmt. Und mit ihnen der Dekan. Es ist sehr erfreulich, dass die geschäftsführende Pfarrstelle durch Uwe Quast so schnell besetzt werden konnte. Ich bin mir sicher, dass er der Richtige ist, der die Kirchengemeinde in dieser schwierigen Zeit auffangen und begleiten kann. Er ist ein sehr guter Seelsorger und sehr guter Prediger. Aus diesem Grund werden wir ihn nicht nur in Peter und Paul, sondern in der gesamten Kirchengemeinde Aalen sehr vermissen.

Wann ist seine Investitur?

Die feierliche Einsetzung ist für Sonntag, 5. Juni, um 15 Uhr in der Magdalenenkirche geplant. Seinen Dienst tritt er allerdings bereits am 1. Juni an.

Nun zu Peter und Paul. Was erwartet die Gemeinde?

Für die Gemeinde auf der Heide trifft das Gleiche zu wie für die Stelle von Pfarrer Seitz. Im großen Kirchengremium, der Bezirkssynode haben wir alle gemeinsam beschlossen, dass die Stelle mit dem Pfarrplan 2018 entfallen wird.

Quasts Stelle entfällt aber schon jetzt?

Es ist so geregelt, dass der Pfarrplan sofort greift. Sofern ein Stellenwechsel ansteht, wird dieser nicht mehr vollzogen. Das bedeutet, Peter und Paul wird nach Uwe Quast nicht mehr besetzt.

Trifft Sie die Situation unerwartet?

Nicht wirklich. Wir beschäftigen uns bereits seit 2012 – als der Pfarrplan 2018 beschlossen wurde – mit den Konsequenzen, die sich daraus ergeben, also mit dem Thema der Stellenstreichung von Peter und Paul sowie mit der Kürzung um 50 Prozent in der Markusgemeinde im Hüttfeld. Doch dass die Veränderung so schnell kommt, bedauere ich durchaus.

Was bedeutet das für die evangelischen Christen in Aalen?

Konkret heißt das, dass die Zuständigkeiten der Pfarrerinnen und Pfarrer neu zugeschnitten werden müssen.

Wie sieht dieser Zuschnitt aus?

Hirschbach, Rötenberg und die Heide werden der Stadtkirche zugeschlagen; also Pfarrer Bernhard Richter und mir. Der Galgenberg wird künftig von Pfarrerin Caroline Bender betreut.

Bleiben die Grenzen der Parochien, der kirchlichen Bezirke innerhalb Aalens, bestehen?

Die Grenzen bleiben von den Veränderungen unberührt.

Wie steht es um das gottesdienstliche Angebot?

Das bleibt weitgehend erhalten. Das ist uns im Pastoralteam wichtig. Ein Großteil der Aufgaben von Pfarrer Quast werden die verbleibenden Kollegen übernehmen.

Es gibt für den Dekan also ein lachendes und ein weinendes Auge?

Lachend insofern, dass Pfarrer Quast mit seinen Kompetenzen dem Kirchenbezirk insgesamt erhalten bleibt; ein weinendes Auge deshalb, weil wir ihn und sein Wissen, seine Persönlichkeit und seine Art zu predigen in Aalen vermissen werden.

 

© Schwäbische Post 01.03.2016

Vesperkirche: Rotarier geben Essen aus

Zum neunten Mal haben die Mitglieder des Rotaryclubs Aalen-Limes bei der Vesperkirche mitgeholfen. Sie übernahmen für einen Samstag komplett die Finanzierung des Essens sowie die Bedienung. Solch ein Diensteinsatz sei viel zufriedenstellender als Geld zu spenden, so die Beteiligten. Schön sei der Kontakt mit den Gästen. Diesmal gab es etwa 250 Essen mit Rindergulasch, Nudeln und Salat. Der amtierende Präsident Henning Necker versprach schon, auch in den nächsten Jahren wieder als Spender und Helfer dabei zu sein. Die Rotarier sind eine weltweite Organisation zur Pflege von Freundschaft und vor allem zur Hilfe, wo immer es nötig ist. Zu den Projekten des Rotaryclubs Aalen-Limes zählten auch „Theater auf Rezept für kranke Kinder“ und der Bau einer Schule in Burkina Faso. (Foto: privat)

 

© Aalener Nachrichten 28.02.2016

Zum letzten Mal gab’s gestern in der 20. Vesperkirche Essen: Die 20. Wasseralfinger Vesperkirche unter dem Titel „Essen direkt vom Schöpfer“ ist zu Ende. (Foto: Markus Lehmann)

Vier Wochen lang Nahrung „für Leib und Seele“

Am Sonntag ist die 20. Vesperkirche zu Ende gegangen – Knapp 6500 Essen ausgegeben

 

Aalen-Wasseralfingen lem Die 20. Wasseralfinger Vesperkirche ist am Sonntag zu Ende gegangen. Am Sonntagmorgen war Abschlussgottesdienst, gestaltet von Dekan Ralf Drescher und der Gruppe Jesolo. Das Opfer geht an den Kocherladen.

 

In den vergangenen vier Wochen waren rund 6500 Essen ausgegeben werden und der 100 000. Gast konnte begrüßt werden.

 

Die 20. Wasseralfinger Vesperkirche stand unter dem Titel „Essen direkt vom Schöpfer“ und wurde begleitet von täglichen Andachten, den „Beratungen unter der Kanzel“, Begegnungen, dem Gratis-Friseur oder dem Kleider-Basar (wir berichteten). Wie in den vergangenen Jahren konnte der Preis für ein komplettes Mittagessen inklusive Getränk, Kaffee und Kuchen bei 1,50 Euro gehalten werden.

 

Deutlich mehr Besucher

 

Und in diesem Jahr, so berichten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Organisationsteam und die freiwilligen Helfer, seien deutlich mehr Menschen gekommen, die sehr dankbar für dieses günstige Essensangebot seien.

 

Wie Vesperkirchen-Gründungsmitglied Christine Möhler erklärte, habe man in der Vesperkirche wieder das geboten, auf was man Wert legen – „ich denke wir haben reichlich Nahrung für Leib und Seele.“

 

Sehr gut angenommen worden seien etwa die „Beratungen unter der Kanzel“. Viele Besucher hätten die gute Atmosphäre und die freundlichen Helfer gelobt. Corinna Pavel (Organisationsteam) freute sich, dass man deutlich mehr, nämlich 14, 15 neue Mitarbeiter in der Vesperkirche begrüßen konnte. Zwei von ihnen – eine neue und eine „langgediente“ Mitarbeiterin, hatten gestern beim Abschlussgottesdienst von ihren Eindrücken erzählt.

 

Vom Umgang mit Menschen

 

Dekan Ralf Drescher las in seiner Predigt aus Epheser 5 und leitete daraus Gedanken zum Umgang der Menschen untereinander und die Liebe Jesu ab.

 

© Aalener Nachrichten 24.02.2016

An ihrem freien Tag sind Selva Behap und Gülcan Meydanogullari eingesprungen und helfen als ehrenamtliche Friseurinnen im Magdaeckle während der Wasseralfinger Vesperkirche. (Foto: Markus Lehmann )

Das Pfarrhaus wird zum Friseur-Salon

Auch das ist Vesperkirche: Im Magdaeckle werden kostenlos die Haare geschnitten

 

Aalen-Wasseralfingen sz Begegnungen, Beisammensein und natürlich das gemeinsame Essen: Die Kirche und das Magdaeckle daneben werden in der vierwöchigen Vesperkirchen-Saison darüber hinaus zur kleinen Service-Oase – Blutdruck- und Blutzuckermessungen, Beratung, der Kleiderbasar. Und seit vielen Jahren wird ein Raum im alten Pfarrhaus zur Friseurstube, hier gibt’s einen Gratis-Haarschnitt. Und auch die machen ehrenamtliche Helfer erst möglich.

 

Selva Behap und Gülcan Meydanogullari frisieren zum ersten Mal während der Vesperkirche, „das haben wir gerne übernommen“, sagt Behap, die ihre Wurzeln in Aalens Partnerstadt Antakya hat. Ihren freien Tag „schenken“ sie anderen, beide sind für eine andere Friseurin eingesprungen. „Jetzt haben sie einen schönen, exakten und meisterlichen Schnitt“, entlässt die Friseurmeisterin vom Salon „Hauptsache“ im Albstift lächelnd einen älteren Herrn, der zufrieden in den Spiegel blickt. Ziemlich gemischt sei die Kundschaft, die sich hier kostenlos die Haare schneiden lasse. Bereits zehn Besucher hätten sich innerhalb von eineinhalb Stunden auf dem Stuhl niedergelassen. Gerade nimmt ein 15-Jähriger Platz, der ein Bäcker-Praktikum macht.

 

Der Opa speist derweil noch in der Vesperkirche. Zum Haareschneiden ins Magdaeckle zu kommen, „traut er sich nicht“, sagt der Enkel und schmunzelt. Der 15-Jährige weiß, was er will: „Bitte keinen Undercut, das steht mir nicht so gut.“ Mit dem Ergebnis ist er dann sehr zufrieden.

 

Schon nimmt der nächste Platz: „Wenn’s das Angebot schon gibt, kann man es doch nutzen“, sagt der Rentner und bekommt einen modernen Fassion-Haarschnitt.

 

Das Haarewaschen entfällt

 

Behap bietet auch das Augenbrauenzupfen mit einem Bindfaden an – eine Spezialität türkischer Friseure. Auf das Haarewaschen müssen die Friseurinnen verzichten, weil es im alten Pfarrhaus keine Möglichkeit dazu gibt. Das stört aber niemanden. Damit entfällt auch das Föhnen.

 

 

 

© Schwäbische Post 22.02.2016

Das Bild zeigt, von links Wolfgang Möhler, Christoph Class, Christine Class, Dr. Christine Kohls, Christine Möhler und Fritz Heller. (Text und Foto: caro)

100 000. Gast in der Vesperkirche

Christine Class aus Wasseralfingen ist der 100 000. Gast der Vesperkirche in Wasseralfingen. Die langjährigen Mitarbeiter Wolfgang und Christine Möhler überreichten zu diesem Anlass eine Urkunde und einen Blumenstrauß. Eine Urkunde bekamen auch der 999 999. Gast, Christoph Class aus Wasseralfingen, und der 100 001. Besucher, Fritz Heller aus Heidenheim. Alle drei Besucher erhielten jeweils eine Tasse der Vesperkirche. Unter dem Motto „Essen direkt vom Schöpfer“ jährt sich die Wasseralfinger Vesperkirche zum 20. Mal. Pro Tag essen dort etwa 250 Gäste eine warme Mahlzeit. Die Vesperkirche ist noch bis zum Sonntag, 28. Februar, geöffnet. An diesem Sonntag ist um 10 Uhr ein Abschlussgottesdienst.

 

© Schwäbische Post 22.02.2016

Das Bild zeigt (von links) Anita Kania, Elfriede Kuklinski, Traudl Ostertag, Dr. Margarete Scheuermann, Corinna Pavel, Claudia Köditz-Habermann (ebenfalls Soroptimist) und Ute Küstner. (Text/Foto: bea)

Soroptimistinnen fördern Vesperkirche

Der Serviceclub Soroptimist Aalen/Ostwürttemberg unterstützt die Vesperkirche Wasseralfingen mit einem Scheck über 500 Euro. Eine Abordnung des Clubs hat den symbolischen Scheck in der Magdalenenkirche übergeben. Soroptimist-Präsidentin Dr. Margarete Scheuermann würdigte die Vesperkirche und zollte dem ehrenamtlichen Engagement der Mitarbeiter großen Respekt. Dieses wolle Soroptimist auch finanziell unterstützen. Corinna Pavel dankte namens des Organistionsteams. In den vier Wochen Vesperkirche werden rund 6500 Essen ausgegeben. Laut Corinna Pavel wird jedes einzelne mit rund drei Euro ausschließlich über Spenden finanziert.

 

 

© Aalener Nachrichten 22.02.2016

Unser Foto zeigt (von links): lfons Angstenberger, Leiter der VR-Bank Geschäftsstelle Wasseralfingen, Ralf Weiher, VR-Bank-Mitarbeiter und Mitarbeiter der Vesperkirche, Organisatorin Corinna Pavel, Gudrun Fetzer, Hans-Peter Weber, Vorstandssprecher der VR-Bank (Foto: privat)

1000 Euro für die Vesperkirche

Aalen 1000 Euro brachten auch dieses Jahr VR-Bank-Vorstandssprecher Hans-Peter Weber und der Leiter der VR-Bank-Geschäftsstelle Wasseralfingen Alfons Angstenberger zum Mittagessen in die Magdalenenkirche in Wasseralfingen mit. Weber brachte bei der Spendenübergabe in der gut besuchten Kirche zum Ausdruck: „Als regionales Institut unterstützen wir die Vesperkirche nahezu von Anfang an sehr gerne, nicht nur finanziell. Auch einige unserer Mitarbeiter sind ehrenamtlich in der Vesperkirche aktiv und mein ehemaliger Vorstandskollege Friedrich Fetzer und seine Frau Gudrun waren Mitbegründer der Vesperkirche vor 20 Jahren. Ich bin mir sicher, dass unsere Spende eine gute Investition ist. Damit helfen wir mit, die täglichen Essen zu finanzieren – und es werden Jahr zu Jahr mehr Besucher, wie ich gehört habe. Die Arbeit aller ehrenamtlich Tätigen hier, insbesondere des Organisationsteams, ist anerkennenswert und unterstützungswürdig.“

Das Organisationsteam unter Leitung von Corinna Pavel freute sich über die traditionelle Spende und die dadurch zum Ausdruck kommende Verbundenheit.

 

© Schwäbische Post 18.02.2016

Im Bild (v. l.): Wolf-Dietrich Fehrenbacher, Ulrike Samek-Hartig, Helga Benesch, Wilhelm Götz, Jens Bartsch, Pfarrer Uwe Quast, Bine Schönwandt, Paul Groll und Gerda Finckh. (aki/Foto: opo)

Rotary Club Ellwangen spendet 1000 Euro für die Vesperkirche

 

Die Wasseralfinger Vesperkirche finanziert sich, wegen des niedrigen Preises von 1,50 Euro pro Essen, vor allem aus Spenden. Das hat Corinna Pavel vom Organisationsteam bei der jüngsten Spendenübergabe betont. Gekommen waren Vertreter des Rotary Clubs Ellwangen, um eine Spende in Höhe von 1000 Euro zu überreichen. Rotary-Präsident Paul Groll lobte das Engagement der vielen Helferinnen und Helfer. Zudem erinnerte er daran, dass bis ins 11. Jahrhundert ein Vertrag immer mit einem gemeinsamen Essen besiegelt wurde. Etwas von dieser Kultur spüre man noch heute in der Vesperkirche.

© Schwäbische Post 18.02.2016 20:59:27

 

 

© Schwäbische Post 17.02.2016

350 Euro für die Vesperkirche

Aalen-Wasseralfingen. In der Vesperkirche überreichte Friedrich Hammer, Vorsitzender des Sozialverbandes VdK in Wasseralfingen, eine Spende in Höhe von 350 Euro für die gemeinsamen Mittagessen. Die Summe setzt sich zusammen aus Privatspenden und 200 Euro aus der Vereinskasse. In seiner kurzen Rede dankte er dem Engagement der Mitglieder der Kirchengemeinde. Sie seien für die Menschen da, die ihre Hilfe dringend benötigen. „Nicht das Essen macht ein Mahl aus, sondern die Menschen, die teilnehmen“, so Hammer. Stellvertretend für die Mitarbeiter der Vesperkirche nahmen Traudl Ostertag, Anita Kania, Corinna Pavel und der Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Konrad Schmitt, die Spende entgegen. Er bedankte sich für das Engagement des VdK, der nicht nur die Vesperkirche unterstütze. Der Verein spendete bereits zum vierten Mal in Folge für die Mittagessen. jab

 

© Schwäbische Post 16.02.2016

Pfarrer Uwe Quast im Gespräch mit einem Gast der Vesperkirche in Wasseralfingen, wo er ab 1. Juni geschäftsführender Pfarrer ist. (Foto: opo)

Uwe Quast auf einem neuen Weg


Der evangelische Theologe wechselt im Juni nach Wasseralfingen – Erste Kontakte mit der Gemeinde

 

Der Wasseralfinger und Hüttlinger evangelische Kirchengemeinderat hat ihn am Abend zum neuen Pfarrer der beiden Kochergemeinden gewählt. Als Nachfolger für Pfarrerin Ursula Richter. Gleich am nächsten Tag ist Uwe Quast Gast der Vesperkirche. Dort knüpft er erste Kontakte. Die stehen als Anfang für seinen Weg in der neuen Gemeinde.

 

Ulrike Schneider

 

Aalen-Wasseralfingen/Hüttlingen. Die Glocken der Magdalenenkirche in Wasseralfingen läuten. Es ist Essenszeit. Unter der Kanzel stehen im Februar Tische und Bänke für die Vesperkirche. An diesem Tag spricht Wolfgang Möhler die Andacht. Die Kirchgäste lauschen aufmerksam seinen Worten. Zu ihnen zählt an diesem Tag der Pfarrer von Peter und Paul in Aalen: Uwe Quast. Am Abend davor hat ihn das lokale kirchliche Parlament zum neuen Pfarrer der Protestanten in Hüttlingen und Wasseralfingen gewählt. Anlass dafür, dass ihm immer wieder, während er isst, anerkennend die Hand geschüttelt wird. „Ich gratuliere“, sagt eine junge Frau spontan. „Gell, Sie sind jetzt unser neuer Pfarrer.“

Uwe Quast nickt. Der Theologe wird am 5. Juni in der Magdalenenkirche offiziell in sein Amt als geschäftsführender Pfarrer eingesetzt und ist damit Nachfolger von der inzwischen Gmünder Dekanin Ursula Richter. „Mein Dienst beginnt am 1. Juni“, ergänzt der 55-Jährige. Um dann noch schnell anzufügen, dass er schon in der kommenden Woche die hiesigen Konfirmanden übernehmen wird. Denn beide Pfarrstellen in Wasseralfingen sind derzeit nicht besetzt. Aus diesem Grund wird Uwe Quast immer wieder auch Gottesdienste feiern – quasi in Vertretung.

Schon wieder taucht er in ein Gespräch ein. Es geht um den Jakobusweg. Da fehlt ihm von den über 2000 Kilometern noch ein letztes Stück. 270 Kilometer von Genf bis nach Le Puy. Da will er sich auf dem Weg für die Gemeinde ausrichten. Für die hat er Visionen parat. Der mit einer Theologin verheiratete Quast spricht dabei von einer Kirche der Zukunft; einer Kirche, die Herberge ist für Menschen, die unterwegs sind. In dieser Zeit brauche es Orientierung und einen Ort, „wo die Menschen gastfreundlich aufgenommen werden, wo sie sich austauschen können, wo sie Erfahrungen miteinander teilen und einfach da sein können“.

Da passe auch das bestehende Immobilienkonzept der Kirchengemeinde dazu. „Es bietet den Protestanten künftig klare Orientierung.“ Gemeindehaus, Kindergarten, Verwaltung und Pfarrwohnung. Alles um die Kirche arrondiert. „Und auf einer Achse mit der katholischen Kirche“, sagt Uwe Quast. Wer den seitherigen Pfarrer von Peter und Paul kennt, weiß, was zwischen seinen Worten schwingt: die Ökumene – Frère Roger Schutz und Taizé haben Spuren in seiner Biografie hinterlassen. Im ökumenischen Gemeindezentrum auf der Heide lebt er das gemeinsame Christsein, seit er in Aalen ist. Im Zusammenhang mit den Katholiken in Wasseralfingen spricht der evangelische Theologe von einer kleineren Kirche dort, auf der gleichen Stufe mit der St. Stephanusgemeinde und von einer gemeinsamen Spur. Das ist seine Vision. Die baut er auf Pfarrer Harald Golla und auf eine starke, gemeinsame ökumenische Basis – erkennbar auch in der Vesperkirche.

Als Hauptaufgabe und als evangelisches Kerngeschäft sieht der Vater dreier erwachsener Kinder jedoch die Diakonie. Der Seelsorger will die Menschen begleiten, sie spirituell und inhaltlich ansprechen, Gottesdienst mit ihnen feiern, wie die Oasegottesdienste. Bei aller Ernsthaftigkeit macht Quast auch kein Hehl daraus, dass er heiter, kreativ, solidarisch und ein weltoffener Mensch ist. Da habe ihn sein Elternhaus geprägt, das multikulturelle Kontakte gepflegt hat. Deshalb liegt Quast auch eine tiefgründige Debatte mit dem Islam am Herzen. „So habe ich im vergangenen Jahr ein interfakultäres Semester an der Uni Tübingen absolviert und mich mit der Bibel und dem Koran beschäftigt.“ Für ihn ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer sinnstiftenden Debatte um kritische interkulturelle Themen.

Die Vita des Theologen

Uwe Quast, 1960 in Reutlingen geboren, studierte in Kiel, Tübingen und München, war Pfarrer in Hohenlohe, im Schwarzwald, in Bad Mergentheim und in Blaubeuren. Acht Jahre hat er in Berufsschulen unterrichtet, ehe er im September 2010 nach Aalen kam. Er lebt mit seiner Ehefrau in Herbrechtingen. Die gemeinsamen drei Kinder machen alle eine Ausbildung. aki

© Schwäbische Post 16.02.2016 19:52:21

© Aalener Nachrichten 15.02.2016

Ute Kistner, Corinna Pavel, Sparkassenchef Carl Trinkl, Christine Kohls und Else Kuklinski bei der Spendenübergabe zu Gunsten der Wasseralfinger Vesperkirche (von links nach rechts). (Foto: privat)

KSK spendet 1000 Euro für die Vesperkirche

Aalen-Wasseralfingen Zu Beginn der dritten Woche der Wasseralfinger Vesperkirche hat Sparkassenchef Carl Trinkl eine Spende von 1000 Euro an das Organisationsteam überreicht. Seit 1997 findet die Vesperkirche statt, bei der bis zu 250 Essen am Tag und rund 6000 Essen während des vierwöchigen Aktionszeitraums ausgegeben werden.

 

Rund 100 ehrenamtliche Helfer sowie Schüler aus Wasseralfingen setzen damit ein starkes Zeichen gelebter Menschlichkeit und Christlichkeit. Menschen aller Altersklassen und sozialen Schichten erhalten Dank der Vesperkirche ein gutes, warmes Mittagessen. Corinna Pavel sagte, dass die Vesperkirche auch auf Spenden angewiesen sei, um Essen in dieser Menge und Qualität anbieten zu können und sie deshalb sehr dankbar für die Zuwendung der Kreissparkasse sei. Carl Trinkl lobte das großartige Engagement: „Was hier in der Evangelischen Magdalenenkirche geleistet wird, verdient Respekt und Anerkennung. Mit voller Überzeugung unterstützen wir die Vesperkirche bereits von Beginn an. Den Machern dieses traditionsreichen Projekts wünschen wir weiterhin viel Energie und breite Unterstützung für ihre wertvolle ehrenamtliche Arbeit.“

 

© Aalener Nachrichten 15.02.2016

Bis zu 260 Essen gehen an manchem Tag in der Vesperkirche raus. Am Sonntag war „Halbzeit“ bei der 20. Wasseralfinger Vesperkirche. (Foto: lem)

Vesperkirche ist Spiegel der Gesellschaft

Es kommen mehr Gäste, die froh sind über ein Mittagessen für 1,50 Euro

 

Aalen-Wasseralfingen Obwohl es wirtschaftlich ganz gut läuft in Deutschland, kommt dies nicht bei allen Menschen an. Das merkt man offenbar auch in der Wasseralfinger Vesperkirche. Es kommen immer mehr Gäste, so die Veranstalter, die froh sind über ein günstiges Mittagessen.

 

Am Sonntag ist die 20. Wasseralfinger Vesperkirche in die zweite „Halbzeit“ gegangen, noch bis 28. Februar gibt es hier die Begegnung, ein günstiges Essen, Andacht sowie Gottesdienste, Lebensberatungen oder Serviceangebote wie Blutdruckmessen.

 

1,50 Euro „gerade noch machbar“

 

Corinna Pavel vom Vesperkirchen-Organisationsteam hat dieses Jahr den Eindruck, dass es weniger Gäste „chic“ finden, in der Versperkirche zu essen. Stattdessen sei die Zahl der Menschen gestiegen, die ein komplettes Mittagessen für 1,50 Euro „echt nötig haben“. Hier spiegele sich, so Pavel weiter, auch die gesellschaftliche Situation wider. Einige würden immer reicher, an vielen gehe aber die wirtschaftliche Entwicklung oder die gute Situation auf dem Arbeitsmarkt schlicht vorbei. Die 1,50 Euro pro Essen seien für zahlreiche Gäste „gerade noch machbar“, so der Eindruck einiger ehrenamtlicher Helfer.

 

Bis zu 260 Essen täglich wurden in der 20. Vesperkirchen-Saison von den Ehrenamtlichen bislang ausgegeben. Darunter sind auch wieder Schüler der Karl-Kessler-Realschule und des Kopernikus-Gymnasiums. Und die „haben es richtig drauf“, freut sich Pavel – „umsichtig, fleißig und gewissenhaft“. Besonders bemerkenswert findet sie, dass vor allem die Schülerinnen „mit Feuereifer dabei sind – sogar in den Ferien.“

 

© Aalener Nachrichten 14.02.2016

Beim Kleiderbasar zur Vesperkirche geht es nicht allein um günstige Schnäppchen, sondern auch um Begegnungen. (foto: Markus Lehmann)

Die große Kleiderkammer ist begehrt

Der Kleiderbasar ist ein fester Bestandteil der Wasseralfinger Vesperkirche

 

Aalen-Wasseralfingen Feste Preise gibt es nicht. Hier kann man echte Schnäppchen machen, oft gehen zu Spottpreisen Hosen, Blusen, Hemden, Jacken, Pullis und Hüte weg im „Magda-Eckle“ beim Kleiderbasar. Er gehört fest zur Vesperkirche, der Erlös fließt in die vierwöchige Tafel, die diesmal das Motto „Essen direkt vom Schöpfer“ trägt. Noch bis Donnerstag wartet auf die Käufer ein großer Kleider-Fundus.

 

Familiär geht’s in diesem temporären „Second-Hand-Laden“ für den guten Zweck zu, die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen betätigen sich manchmal sogar ein wenig als Stilberaterinnen. Es geht aber nicht nur um den Verkauf günstiger Kleidung, auch hier schätzen nicht nur die „Stammkunden“ das Gespräch, die Begegnung. Und es sind solche kleinen Dinge, die den Kleiderbasar ausmachen: Das zehnjährige Mädchen aus Syrien, das mit dem Papa gekommen und total glücklich über diese glitzernden Schuhe war, in denen sie sich ein bisschen wie eine kleine Prinzessin fühlte.

 

Zwar kommen vor allem Frauen in diese „große Kleiderkammer“, immer wieder sieht man aber auch Männer. Ein 37-Jähriger aus der Nachbarschaft ist mit seinem Sohn da – weil es hier „immer schöne und tolle Sachen günstig gibt“. Auch die elfjährige Lara „findet hier öfter was“. Wenn nicht für sich selbst, dann doch immer wieder mal etwas für die Cousins. Eine Frau, die vor Jahren selber in der Vesperkirche geholfen hat, stöbert in Blusen. Die Rente ist klein, vor allem aber trifft sie auch andere Helfer. Ein 63-Jähriger aus Königsbronn zahlt gerade fünf Euro für drei Pullover – „die Sachen hier sind gut und günstig,“ sagt er. Außerdem schätzt er die Kontakte mit anderen Menschen. Zum Glück, erklärt Chef-Organisatorin Corinna Pavel, sei die Spendenbereitschaft auch bei den Kleidern ungebrochen. Es sind Dinge wie solche, die auch den Kleiderbasar ausmachen: Seit etwa zehn Jahren stricken Frauen aus Neuler schöne, schwere Decken und spenden sie der Vesperkirche.

 

 

© Schwäbische Post 11.02.2016

Bild1: Gute Gespräche und neue Begegnungen beim Essen unter der Kanzel.

Bild2: Wolfgang Möhler hilft bei der Essensausgabe – und nicht nur dort.

Bild3: Christine Möhler ist seit vielen Jahren im Einsatz für die Vesperkirche.

Beim Essen Gemeinschaft leben

 

Die Wasseralfinger Vesperkirche feiert ihr 20-jähriges Bestehen – Motto: Essen direkt vom Schöpfer

 

Die Wasseralfinger Magdalenenkirche ist gut besucht. Dem Gast steigt der würzige Duft von gebackenem Leberkäse mit Kartoffelsalat in die Nase, Geschirr und Besteck klirren, viele Stimmen füllen den Raum. Die Vesperkirche jährt sich in diesen Tagen zum 20. Mal.

 

Carolin Vaas

 

Aalen-Wasseralfingen. Christine Möhler hat für die zweite Woche die Leitung der Vesperkirche übernommen und koordiniert die Einsatzpläne der insgesamt 100 ehrenamtlichen Mitarbeiter. Sie ist seit der Gründung dabei und macht ihren Job immer noch mit Freude. Jeden Gast erwartet hier ein gutes Essen zu einem Preis von 1,50 Euro. Gegessen wird in den Kirchenbänken.

Es kommen nicht nur finanziell schlechter gestellte Menschen, sondern auch viele, denen die Gemeinschaft wichtig ist. Christine Möhler betont, dass der Begriff „Bedürftige“ nicht angebracht ist, da sie die Gäste der Vesperkirche als Solidargemeinschaft sieht: „Hier gilt kein Ansehen der Person.“

Die Mitarbeiter der Vesperkirche verköstigen pro Tag etwa 200 bis 220 Gäste. Das Projekt wird ausschließlich durch Spenden finanziert, berichtet Christine Möhler. In der dritten oder vierten Woche soll das 100 000. Essen ausgegeben werden. Jeder Tag ist in einer fröhlichen und gelockerten Atmosphäre gestaltet. Um 13 Uhr wird eine Andacht gehalten, zusammen gesungen und gebetet.

Christliche Nächstenliebe und die Gemeinschaft steht auch für die langjährige Mitarbeiterin Ute Küstner im Vordergrund. Sie empfindet die Zusammengehörigkeit als Bereicherung. Sie selbst wurde in dieser Kirche getauft, hat hier geheiratet und ihre Kinder taufen lassen: „Dieser Ort bedeutet Heimat für mich.“

Es haben sich viele Freundschaften in der Vesperkirche gebildet. Oswald Diemer und Marianne Galow begegnen sich oft hier. Beide kommen täglich, mittlerweile seit sieben und zwölf Jahren. Oswald Diemer schätzt die Gesellschaft: „Es hat sich ein schöner Bekanntenkreis über die Jahre aufgebaut.“ Marianne Galow hat früher selbst mitgeholfen und erlebt die Vesperkirche als Ort der Entspannung: „Hier kann man entschleunigen in dieser hektischen Welt. Toll, dass es das gibt.“

Anneliese Scantling kommt mit ihrer Mutter Anna Bolsinger seit zehn Jahren einmal die Woche. Beide genießen den gemeinsamen „Ausflug“, die „gute Atmosphäre und die tollen Impulse aus den Andachten“.

An diesem Mittag schauen auch Oberbürgermeister Thilo Rentschler, der Erste Bürgermeister Wolfgang Steidle und der Zweite Beigeordnete Karl-Heinz Ehrmann vorbei und überreichen der Vesperkirche einen Spendenscheck von der Stadt Aalen über 1500 Euro. Thilo Rentschler sieht die Vesperkirche als „etwas Besonderes, einen Ort der Begegnung“ und lobt die vielen ehrenamtlichen Helfer. Christine Möhler freut sich, dass von diesem Geld 300 Essen gekauft werden können.

Die Botschaft der Vesperkirche ist: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Die Helfer handeln nach diesem Grundsatz, möchten Hilfe schenken und eine Gemeinschaft bilden. Der langjährige Mitarbeiter Wolfgang Möhler betont, dass die Vesperkirche „für alle Menschen ein Zuhause bei Gott“ bieten will. Dabei spielen weder gesellschaftliche Schichten, noch religiöse Zugehörigkeiten, noch Armut oder Wohlstand eine Rolle. Es gehe darum, Grenzen zu überschreiten, mit anderen Menschen zu essen und zu reden.

© Schwäbische Post 11.02.2016 19:04:29

© Schwäbische Post 08.02.2016

(Foto: privat)

Gratis Haarschnitte

 

Im Sinne der Vesperkirche in Wasseralfingen hat Sina Murath vom Salon Gold 25 Menschen glücklich gemacht und ihnen einen neuen Haarschnitt geschenkt: im Magdaeck neben der Magdalenenkirche. (Foto: privat)

 

© Schwäbische Post 02.02.2016

Bei der Spendenübergabe im Bild (v. l): Traudl Ostertag, Diakon Jörg Dolmetsch, Corinna Pavel, Lions-Schatzmeister Hans-Peter Schwarz und Lions-Präsident Alexander Veit.(Foto: aki)

Lions spenden 1000 Euro für Vesperkirche

Alexander Veit (r.), Präsident des Lions Clubs Schwäbisch Gmünd-Aalen-Ellwangen, sowie der Club-Schatzmeister Hans-Peter Schwarz (daneben) hatten am Dienstag einen Scheck in der Tasche als sie Gast der Wasseralfinger Vesperkirche waren. „Wir wollen uns mit 1000 Euro für das Engagement der evangelischen Kirchengemeinde als Veranstalter und bei den vielen ehrenamtlichen Helfern bedanken“, sagte der Präsident, der die Idee des Service-Clubs „We serve“ kurz referierte. Die Spende für die mittlerweile 20. Vesperkirche sei Herzenssache der Lions. Corinna Pavel vom Organisationsteam dankte und betonte, dass die Vesperkirche immer auf Spenden angewiesen sei, da sie sich selbst finanziere.

© Schwäbische Post 02.02.2016 18:57:31

 

© Aalener Nachrichten 31.01.2016

Die Wasseralfinger Vesperkirche hat ihre Pforten geöffnet. Die ersten Essen sind am Sonntagmorgen ausgegeben worden. (Foto: Markus Lehmann)

Wasseralfinger Vesperkirche startet

 

120 Helfer kümmern sich in den kommenden vier Wochen um die Besucher

 

Aalen-Wasseralfingen sz Für vier Wochen wird das Kirchenschiff wieder zur großen Tafel und zum Ort der Begegnung. Viele Besucher in den Kirchenbänken scheinen sich richtig nach dieser Zeit gesehnt zu haben: Am Sonntagmorgen ist in der Wasseralfinger Magdalenenkirche mit einem ökumenischen Gottesdienst die 20. Vesperkirche gestartet.

„Essen direkt vom Schöpfer“ heißt das Motto in diesem Jahr, in dem höchstwahrscheinlich das 100000. Essen ausgegeben wird. Etwa 120 Helfer kümmern sich bis zum 28. Februar um die Besucher.

Diakon Jörg Dolmetsch sprach von einer „großen Welle“ der Hilfsbereitschaft auch weil viele Menschen Geld, Zeit und Unterstützung geben und so ihre Wertschätzung ausdrücken. Die Vesperkirche sei ein wichtiges Zeichen von Respekt und Achtung dem anderen gegenüber. Der evangelische Schuldekan Harry Jungbauer sieht die Tafel als einen lebendigen Organismus, der in sich und von der Nächstenliebe lebe. Oberbürgermeister Thilo Rentschler, der eine Spende der Stadt mitgebracht hatte, erklärte, dass mit der Vesperkirche ein Zeichen gesetzt werde, „dass alle kommen können.“

Eine sozialere Gesellschaft

Landrat Klaus Pavel erinnerte an die Anfänge vor 20 Jahren: Gar nicht so einfach sei es gewesen, die Vesperkirche zu etablieren. „Da gehörten Mut und Courage dazu.“ Die Vesperkirche sei ein Symbol für den Einsatz für eine sozialere Gesellschaft in unserer Heimat. Auch dafür sei sie ein super Beispiel. Wasseralfingens Ortsvorsteherin Andrea Hatam, so Pavel, würde über die Vesperkirche „typisch Wasseralfingen“, Aalens OB Thilo Rentschler „typisch Aalen“ und er als Landrat „typisch Ostalbkreis“ sagen.

Für den katholischen Pfarrer Harald Golla liegt die Faszination der Vesperkirche in der Gastfreundschaft, die hier verdichtet erlebt werde. Der Geistliche zog Parallelen zu dem Umgang mit Flüchtlingen, dem Sinn von Grenzen und der Botschaft Jesu. Es sei schlicht „ein wunderbares Gefühl, zum 20. Mal die Vesperkirche zu haben“, reihte sich Ortsvorsteherin Andrea Hatam in den Reigen der Redner ein.

© Aalener Nachrichten 27.01.2016

Die Vesperkirche geht ins 20. Jahr. Bislang wurden insgesamt rund 96 000 Essen ausgegeben. In diesem Jahr wird die 100 000er-Marke sicher geknackt. (Foto: Markus Lehmann)

Vesperkirche erwartet den 100000. Gast

Am Sonntag beginnt für vier Wochen die 20. Vesperkirche – Rund 150 Helfer stehen bereit

Aalen-Wasseralfingen sz Ohne sie würde etwas Wichtiges fehlen: Die Begegnung ohne Blick auf Herkunft, Alter, Status, Religion. Die Andacht, das gemeinsame Gebet, das Innehalten im Trubel des Alltags, freundliche Worte, gelebtes Ehrenamt und natürlich das günstige warme Essen. Zum 20. Mal wird die Wasseralfinger Magdalenenkirche zur Vesperkirche, quasi zur Tafel im Zeichen Gottes. Darum heißt die neue Ausgabe von 31. Januar bis 28. Februar auch „Essen direkt vom Schöpfer.“ Die Vesperkirche der evangelischen Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen (damals noch ohne Hüttlingen) war eine der ersten im Lande.

Neben dem Zeichen der Solidarität für Menschen, die wenig haben oder in einer schwierigen Lage stecken, ist die Vesperkirche für Diakon Jörg Dolmetsch auch der Versuch, die Botschaft Jesu unter die Menschen zu tragen. Damals sei es ein großes Wagnis gewesen, sich an die erste Vesperkirche zu machen: Wie wird sie finanziert, kommen überhaupt genug Besucher, reichen die Ehrenamtlichen, funktioniert so etwas in Wasseralfingen?

Rund 120 Ehrenamtliche

Es funktionierte. Aus den anfänglichen durchschnittlich 30 Besuchern sind nun pro Tag um die 240 geworden, bis zu 6777 Essen wurden in einer Vesperkirche-Saison ausgegeben. Dabei blieb alles bei dem Anspruch, ein einfaches, aber gutes Essen für 1,50 Euro inklusive Getränk, Kaffee und Kuchen anzubieten. Kein Cent Kirchensteuer fließt in die jährliche Aktion, pro Essen müssen drei Euro draufgelegt werden.

Das klappt nur über Spenden. Auch deshalb ist die Vesperkirche für Corinna Pavel vom Organisationsteam „besonders bemerkenswert“, auch weil hier jede Menge Helfer und Ehrenamtliche gemeinsam an einem Strang ziehen. Mittlerweile sind es rund 90, die Essen austeilen, servieren, sich ums Geschirr, Getränke oder um den Kleiderbasar kümmern. Der Mitarbeiterstamm besteht sogar aus 120 Ehrenamtlichen, dazu kommen 30 Schüler der Realschule und des Gymnasiums, in diesem Jahr sind zudem zwölf neue Mitarbeiter dazugekommen. Seit vielen Jahren ist auch Reino Reiß bei den ehrenamtlichen Helfern dabei.

Ein „Armenessen“ wollte die Initiatorin, Pfarrerin Ursula Richter, damals nicht. Sondern, „dass alle Schichten, arm und reich, arbeitslos oder nicht, Alt und Jung hier zusammenkommen“. Die Mischung macht’s, sei das heimliche Motto der Vesperkirche. Ein Nebeneffekt der Tafel in der Magdalenenkirche sei auch, dass man als Kirchengemeinde sensibler geworden sei für Menschen in Armut. Seit dem Beginn der ersten Vesperkirche wurden übrigens 95000 Essen ausgegeben, nun wird der 100000. Gast erwartet.

Die Wasseralfinger Vesperkirche startet am kommenden Sonntag mit einem Gottesdienst um 10 Uhr. Essen gibt es dann täglich von 12 bis 13.30 Uhr. Die Vesperkirche selbst beginnt täglich um 11.30 und dauert bis 14.30 Uhr.

© Schwäbische Post 27.01.2016

(Foto: opo)

Kunst im Kreisel

 

Aalener Künstlerin Martina Ebel betätigt sich am Kreisverkehr an der Löwenbrauerei

 

Aalen. Wie im vergangenen Jahr gibt es auch diesmal „Kreiselkunst zur Vesperkirche“ der Aalener Künstlerin Martina Ebel. In diesem Jahr hat sie ihre Installation im Kreisverkehr an der Löwenbrauerei „Zwerfchen“ getauft. 2015 machte sie auf die Vesperkirche mit einer Installation der Straßenlaterne, Tellern und Fadenvorhang aufmerksam.

© Schwäbische Post 07.01.2016

Zum 20. Mal ist die Vesperkirche in der Magdalenenkirche in Wasseralfingen geplant – ab 31. Januar an sieben Tagen pro Woche. (Archivfoto: opo)

Beliebter Ort der Begegnung

20. Wasseralfinger Vesperkirche vom 31. Januar bis 28. Februar

Vom 31. Januar bis 28. Februar findet die 20. Wasseralfinger Vesperkirche statt. Seit 1997 gilt sie im Raum Aalen als ein beliebter Ort der Begegnung – unabhängig von Stand und Geldbeutel. Alle Menschen sind eingeladen, sich in der Magdalenenkirche auf Augenhöhe zu begegnen.

 

Aalen-Wasseralfingen. Tag für Tag, vier Wochen lang, soll die Magdalenenkirche mit dem Motto „Essen direkt vom Schöpfer“ ein Ort der Begegnung für Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen werden. Das Motto solle darauf hinweisen, dass Gott die Menschen einlade und sie für ihr Leben stärken möchte, so Diakon Jörg Dolmetsch von der evangelischen Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen, Veranstalterin der Vesperkirche. Die Begegnung auf Augenhöhe ermutige Menschen. Sie gebe vielen neue Kraft und Hoffnung.

„Dies macht die inzwischen 29 Vesperkirchen in Baden-Württemberg zu wertvollen Orten des sozialen Miteinanders“, sagt Corinna Pavel vom Leitungsteam der Vesperkirche. „Gerade für Menschen, die es in der Gesellschaft schwer haben, hat die Vesperkirche eine große Anziehungskraft.“ Als eine der ältesten Vesperkirchen überhaupt, habe die Wasseralfinger Vesperkirche nichts an ihrer Faszination verloren. „Das merkt man nicht zuletzt an der ungebrochen hohen Bereitschaft des ehrenamtlichen Engagements der Mitarbeitenden“, betont Corinna Pavel.

Die Verantwortlichen der Vesperkirche erklären: „In die Vesperkirche sind alle Menschen eingeladen, mit und ohne Obdach, arme und reiche Menschen, Schüler, Senioren, Alleinerziehende, Familien, Jugendliche und viele mehr. Jede und jeder ist willkommen. Ein warmes und günstiges Mittagessen, die bunte Mischung der Gäste und Mitarbeitenden sowie die besondere Atmosphäre des Kirchenraumes bilden zum 20. Mal den Rahmen für die Begegnungen. Menschen erfahren in der Vesperkirche, dass sie so, wie sie sind, angenommen und willkommen sind.“

 

Die Wasseralfinger Vesperkirche wird durch Spenden finanziert

Auch 2016 finanziert sich die Wasseralfinger Vesperkirche allein aus Spenden, dem Verkauf von Essensgutscheinen und dem Eigenbeitrag der Gäste zum Mittagessen (1,50 Euro, für Kinder 0,50 Euro). Deshalb bitten die Verantwortlichen wieder um Spenden für die Vesperkirche. Diese können auf das Konto der Evangelischen Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen, Konto-Nr. DE 66 6149 0150 0382 7000 07 bei der VR-Bank Aalen unter dem Stichwort „Vesperkirche / Nothilfe“ eingezahlt werden. Spendenbescheinigungen werden auf Wunsch gerne ausgestellt.

 

Mitarbeitende treffen sich

Der Vorbereitungsabend für Mitarbeitende an der Vesperkirche findet am Mittwoch, 13. Januar, um 19 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Wasseralfingen statt. Auch Landrat Klaus Pavel wird zu Gast sein.