© Schwäbische Post 30.11.2014

In der evangelischen Pfarrkirche Fachsenfeld wurde dreifaches Glockenjubiläum gefeiert. Die Taufglocke ist in der Projektion links zu sehen. (Foto: ls)

Taufglocke aus dem Jahr 1614

Glockenjubiläum: Festgottesdienst in der evangelischen Pfarrkirche Fachsenfeld

 

„Wir feiern heute mit dem 1. Advent nicht nur die Ankunft des Herrn, sondern auch ein dreifaches Jubiläum des Glockengeläuts“, meinte Pfarrern Florentine Arshadi. Während des Festgottesdienstes gab es eine Live-Übertragung vom Glockenturm ins Gotteshaus.

Lothar Schell

Aalen-Fachsenfeld. „Zu Gottes Lob, Ehr und Dienst gehör ich, Christoph – Glockengießer zu Nürnberg goss mich“, steht auf der kleinsten Glocke der Fachsenfelder Pfarrkirche, der sogenannten Taufglocke, deren 400-jähriges Bestehen gefeiert wird.

Gewicht 200 Kilogramm. Tonhöhe „d“. Einzige, noch original erhaltene Glocke des einst dreistimmigen Geläuts. Zum Andenken an seine Eltern hatte Freiherr Reinhard von König-Fachsenfeld die Betglocke vor 60 Jahren gestiftet. „Lobet den Herren, den mächtigen König der Ehren“, lautet die Inschrift. Das Glockenjubiläum im Triple komplettiert die mit fünf Jahren jüngste im Bunde, die Kreuzglocke, mit 400 Kilo sozusagen das Schwergewicht im Glockengeläut.

Klar, dass die Glocken am Sonntag nicht nur vor dem Gottesdienst geschlagen haben, sondern auch mehrmals während des Gottesdiensts, als Pfarrerin Arshadi die Live-Übertragung vom Glockenturm kommentierte, für die Organist Andreas Busch verantwortlich gezeichnet hatte.

„Jesus steht für die sichtbare Erneuerung der Welt“, meinte Pfarrerin Arshadi in ihrer Predigt. Die erste Kerze werde zum Bedeutungsträger, die Menschen schalteten auf Erwartungsmodus. „Jesus kommt zu uns mit der Macht seiner Sanftmütigkeit“, sagte die Geistliche. Der zweite große Höhepunkt an diesem Tag sei das Dreifach-Fest der Glocken, die ebenso die frohe Botschaft Gottes verkündeten. „Diese drei Glocken tun ihren Dienst im Zeichen des dreieinigen Gottes, stehen für Freud und Leid, fürs Leben und für den Tod“, so Arshadi in ihrer Festpredigt.

Beim Empfang im Gemeindehaus dankte Laienvorsitzender Gottfried Steinmann all jenen, die sich für den Erhalt der drei Glocken der Kirche eingesetzt haben.

 

© Schwäbische Post 16.11.2014

Viele Menschen waren in die Hüttlinger Versöhnungskirche gekommen, um sich von Pfarrer Wolf Seitz (links) zu verabschieden. (Foto: sf)

Pfarrer Wolf Seitz verabschiedet

Pfarrer Seitz verlässt die evangelische Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen aus familiären Gründen

 

Nach gut fünf Jahren wurde Pfarrer Wolf Seitz von Dekan Ralf Drescher von seinen Aufgaben in der evangelischen Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen entpflichtet. Viele Menschen und Redner kamen, um sich von dem Seelsorger zu verabschieden, für den es keinen unmittelbaren Nachfolger geben wird.

 

Sandra Fischer

 

Hüttlingen. Pfarrer sind Gäste auf Zeit, für das Kommen und Gehen gebe es keine Gesetzmäßigkeiten, unterstrich Dekan Ralf Drescher in seinen Abschiedsworten für Seitz, der die Kirche auf seine eigene Weise geprägt habe. Pfarrer Seitz lasse sich aus familiären Gründen in eine Kirchengemeinde im Großraum Heilbronn versetzen.

Jeder Abschied falle leichter, wenn es ein Wiedersehen geben wird, sagte der weiterziehende Seelsorger. Im Frühjahr möchte Seitz gerne zu einem Gottesdienst wiederkommen.

Die Sonne habe gelacht, als am 14. Juli 2009, nach über einjähriger Vakanzzeit Pfarrer Wolf Seitz in der Versöhnungskirche begrüßt werden konnte, erinnerte Kirchengemeinderat Stephan Stoll.

Was in dieser Zeit Positives gewachsen und gediehen ist und von Pfarrer Seitz bewirkt wurde, war aus den vielen wohlwollenden, dankenden Worten der zahlreichen Redner herauszuhören. Bürgermeiste Günter Ensle nannte Seitz einen „Brückenbauer zwischen kirchlicher und kommunaler Gemeinde“, der mit seinem Einsatz viele Menschen erreicht habe. Schuldekan Dr. Harry Jungbauer verabschiedete Pfarrer Seitz, der auch im Religionsunterricht an der Alemannenschule eingesetzt war. Von dort war nur Positives zu hören gewesen, unterstrich Dr. Jungbauer.

Der katholische Pfarrer Ludwig Heller dankte für das gemeinsame Wirken, bei dem die Ökumene brüderlich praktiziert worden war. Schwester Melanie, ebenfalls von der katholischen Kirchengemeinde, dankte spontan für die gemeinsamen schönen Schülergottesdienste. Werner Haas, Rektor der Alemannenschule Hüttlingen, hob hervor, dass Seitz die Schüler bei der Suche nach Orientierung und Lebenssinn unterstützt habe.

Pfarrerin z.A. Florentine Arshadi und Pfarrerin Richter verabschiedeten sich mit Witz, Poesie und einem speziell für Pfarrer Seitz zusammengestellten „Care-Paket“ von ihrem Kollegen. „Es wird weitergehen, aber eben anders“, ging Pfarrerin Ursula Richter als geschäftsführende Pfarrerin auf die Lücke ein, die nach dem Fortgang des Seelsorgers entstehen wird. Leider werde die halbe Pfarrerstelle wegfallen. Dennoch sei man nicht mutlos, wolle noch mehr zusammenwachsen und bisherige Bereiche zusammenfassen. Pfarrerin Arshadi und Pfarrerin Richter werden ihre unterschiedlichen Schwerpunkte haben. Froh sei die Kirchengemeinde, dass – sofern der Oberkirchenrat seine Zustimmung geben wird – Pfarrerin Arshadi am Ostersonntag investiert werden wird.

 

Sandra Fischer

 

© Aalener Nachrichten 16.11.2014

Dass seine fünfjährige Tätigkeit weiter wirken werde, bescheinigten Schuldekan Dr. Harry Jungbauer (links) und Dekan Ralf Drescher (rechts) dem Pfarrer Wolf Seitz, der bald eine Gemeinde im Großraum Heilbronn übernehmen wird.

Die Früchte von Wolf Seitz werden weiterhin reifen

Nach über fünfjähriger Tätigkeit verlässt Seitz die Pfarrgemeinde Wasseralfingen/Hüttlingen

Hüttlingen sz Im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes ist nach fünfjähriger Tätigkeit in der Pfarrgemeinde Wasseralfingen/Hüttlingen Pfarrer Wolf Seitz in Hüttlingens evangelischer Versöhnungskirche verabschiedet worden. Zahlreiche Redner würdigten sein segensreiches Wirken in der Kirchengemeinde. Seitz verlässt die Kirchengemeinde aus persönlichen Gründen und wird Anfang kommenden Jahres eine Gemeinde im Großraum Heilbronn übernehmen.

 

„Pfarrer sind in ihrem Gemeinden Gäste auf Zeit“, bemerkte Dekan Ralf Drescher nach der Beendigung des von ihm und Wolf Seitz gemeinsam zelebrierten Gottesdienstes in der überfüllten Versöhnungskirche. Er dankte ihm für seine segensreiche Tätigkeit, seine von ihm gut gewiesenen Wege und der an den Tag gelegten Loyalität auch gegenüber der Landeskirche und entband ihn schließlich von seinen seelsorgerischen Pflichten, bis er nach dem wohlverdienten Urlaub im neuen Jahr wieder eine Pfarrstelle übernehmen werde.

 

Auch Bürgermeister Günter Ensle bescheinigte Seitz ein über fünfjähriges und nachhaltiges Wirken. „Sie waren stets für alle da, hatten immer ein offenes Ohr und waren Brückenbauer zwischen den Konfessionen, sowie der bürgerlichen und kirchlichen Gemeinde.“ Schuldekan Dr. Harry Jungbauer bescheinigte ihm, dass seine Früchte weiter reifen werden und seine Handschrift im Sinne Gottes noch lange sichtbar bleiben werde.

 

Pfarrer Ludwig Heller nahm Abschied im Namen seiner katholischen Kirchengemeinde nach von gegenseitiger Akzeptanz und im Zeichen des Evangeliums geprägtem gemeinsamem Wirken. Namens des Kollegiums und der Schüler der Alemannenschule verabschiedete Werner Haas den Geistlichen. Er habe das Schulleben wesentlich geprägt. Mit großer Wehmut nahm Kirchengemeinderat Stephan Stoll Abschied. Bescheidenheit und Großzügigkeit gleichermaßen seien seine Wesenszüge gewesen.

 

„Du wirst uns fehlen“, hieß es gemeinsam von den beiden Geistlichen Ursula Richter und Florentine Arshady. Sie überreichten ihm in einer sehr persönlich gehaltenen Rede ein Verzehrpaket mit Ostalb-Spezialitäten. In der Pfarrgemeinde, so Richter, werde es einen neuen Aufbruch geben, fällt doch eine halbe Pfarrstelle weg. Zusammen mit Arshadi werde jetzt die Pfarrei weitergeführt, werden sich gewisse seelsorgerische Bereiche überschneiden oder gar reduzieren und es mehr zentrale Gottesdienste geben.

 

„Ich nehme viele schöne Erinnerungen und Begegnungen aus Hüttlingen und Wasseralfingen mit in den Großraum Heilbronn“, verabschiedete sich Seitz von seiner Kirchengemeinde, während es sich viele Gläubige nicht nehmen ließen, Wolf Seitz die besten Glückwünsche mit auf den Weg zu geben.

© Schwäbische Post 02.11.2014

Dr. Rolf Siedler (am Rednerpult) und OB Thilo Rentschler stellten sich den Fragen von Pfarrer Harald Golla (links) und Pfarrerin Ursula Richter. (Foto: sik)

Christsein in der Politik

Thilo Rentschler und Dr. Rolf Siedler beim ökumenischen Lehrgespräch

 

„Wenn man Christsein ernst nimmt, kann man nicht unpolitisch sein“, sagte Pfarrer Harald Golla am Reformationsabend beim ökumenischen Lehrgespräch. In OB Thilo Rentschler und Betriebsseelsorger Dr. Rolf Siedler hatten er und Pfarrerin Ursula Richter zwei Politiker und Christen auf dem Podium. Viele kamen ins evangelische Gemeindehaus.

 

Aalen-Wasseralfingen. Das Grundgesetz, durchzogen vom christlichen Wertesystem, ist die Grundlage jeglichen politischen Handelns. Das schälte sich als Kernaussage nach gut 90 Minuten Gespräch und persönlichen Statements der Diskutanten heraus.

Drei Jahre vor dem 500-jährigen Reformationsjubiläum ist das zentrale Thema der Evangelischen Kirche Deutschland dieses Jahres „Als Christ in der Politik“. Deshalb also zwei Politiker als Gäste der Wasseralfinger Ökumene, noch mehr, zwei Konkurrenten während des OB-Wahlkampfs 2013. Fair und respektvoll seien sie miteinander umgegangen, zeigen sich Siedler und Rentschler einig. „Pfarrer und Stadtoberhäupter predigen gerne“, meint OB Rentschler augenzwinkernd.

Rentschler beschreibt seinen Zugang zum christlichen Glauben, in dem ein Vers aus den Römerbriefen dominiert: „Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse mit dem Guten“. Er spricht von einer zutiefst menschlichen Dimension in der Kommunalpolitik und betrachtet das christliche Wertesystem als die Grundlage seiner Entscheidungen.

„Politik braucht Werte“, so Rentschler, gleichzeitig sei er froh um demokratisch verabschiedete Gesetze, die einen Rahmen vorgeben.

Ob er schon einmal eine Entscheidung treffen musste, die nicht seinem christlichen Bewusstsein entsprochen hat, will Pfarrerin Richter wissen. „Zum Glück noch nicht“, antwortet er und führt als Beispiel für ein Handeln nach dem Gebot „Du sollst nicht lügen“ an: Wenn eine Entscheidung oder ein Vorhaben zwar noch nicht spruchreif ist, die Presse jedoch schon davon erfahren hat und eine Stellungnahme wünscht, dann gebe er diese auch ab. Außerdem setze er sich dafür ein, dass städtische Vernissagen künftig um 11.15 Uhr beginnen, um einen Kirchbesuch zu ermöglichen und dass das Angebot der verkaufsoffenen Sonntage nicht erweitert werde.

Dr. Rolf Siedler ist ebenfalls ein Gegner exzessiver Arbeitszeiten. Der Theologe und Philosoph ist auch ein Psychologe, der die Schwächen der gesellschaftlichen Entwicklung kennt und hinterfragt. Siedler sieht den Christ in der Politik als einen „Anwalt für die Menschlichkeit, die Zukunft und die Hoffnung“ und geht mit Rentschler überein, in der Politik ein klares Wertesystem leben zu müssen.

Als Politiker müsse man sich an den Menschen messen lassen, die am Rand der Gesellschaft stehen und vor allem die Tragweite der Entscheidungen für die Zukunft sehen. Er glaube auch an eine Politik der „kleinen Schritte“, wenn er es auch als ein tolles Zeichen christlichen Verständnisses verstehen würde, wenn Aalen etwa die verkaufsoffenen Sonntage zugunsten eines gemeinsamen Familientages ganz abschaffen würde.

„Das Christentum beinhaltet ein anspruchsvolles Wertesystem“, sagt Siedler. Es sei nicht immer einfach Christ und Politiker zu sein. Ein „kritischeres Mundwerk“ wünscht sich Siedler von den Kirchen vor Ort und Rentschler fügt an, dass die Kirchen weiterhin den Dialog mit dem Rathaus suchen und dabei durchaus penetrant sein dürfen.

„Das sind wir, darauf können sie sich verlassen“, schließt Pfarrerin Richter.

 

 

© Schwäbische Post 17.10.2014

Eine Reisegruppe mit 30 Teilnehmern machte sich

Auf den Spuren Luthers

 

 

Evangelische Kirchengemeinde Wasseralfingen bereist besondere Orte

 

Im Vorfeld des großen Reformationsjubiläums im Jahr 2017 hat sich eine Gruppe – eingeladen von der evangelischen Kirchengemeinde Wasseralfingen – bereits jetzt auf den Weg gemacht, um authentische Plätze des Reformators Martin Luther zu besuchen. Die Reisenden haben eine Menge erfahren, auch Dinge über das Wirken Luthers, die zumeist unbekannt sind.

 

Sibylle Schwenk

 

Aalen-Wasseralfingen. Das Reformationsjubiläum wirft seine Schatten voraus und die Luther-Städte Erfurt, Eisenach, Eisleben und Wittenberg sind bereits stark von Touristen frequentiert. Aber die Städte haben eben auch Interessantes zu bieten. Auf der Wartburg übersetzte Martin Luther inkognito als „Junker Jörg“ die Bibel, an die Schlosskirche zu Wittenberg schlug er seine 95 Thesen und in Eisleben wurde Luther geboren und ist dort auch gestorben. „Wir haben wichtige Eindrücke aus dieser Zeit bekommen, die das Handeln Luthers noch verständlicher machen“, sagt Pfarrerin Ursula Richter, die jedes Jahr eine Gemeinde-Studienreise anbietet. Martin Luther habe in einer Zeit gelebt, die nach Veränderung geschrien habe. Die Menschen seien wie Unmündige behandelt worden, das Ablasswesen artete aus. Luther fand im Studium der Bibel andere Sichtweisen, entdeckte für sich und andere, wie der direkte Zugang jedes Christen zu Gott sein kann. „Vor allem richtete Luther seinen Blick ganz auf die Gnade Gottes.“ So wurde die Aussage Luthers: „Allein durch Christus, allein durch den Glauben, allein durch die Schrift und allein durch die Gnade“ zu einem Wort, das gleichsam zum Grundsatz der Reformation geworden ist.

Die Reisegruppe hörte aber auch von Seiten Luthers, die weniger bekannt sind. Sie besuchte das Luther-Haus in Wittenberg, wo Martin Luther die meiste Zeit seines Lebens verbrachte und gemeinsam mit seiner Frau Käthe (Katharina von Bora), einer entflohenen Nonne, lebte. „Wir waren in dem Speisesaal, wo nicht selten 40 Menschen gegessen haben,“ so Pfarrerin Richter. Käthe habe den Laden geschmissen und Luther sei sich völlig im Klaren gewesen, wie wichtig sie an seiner Seite ist. Käthe war auch diejenige, die Pestkranke im eigenen Haus versorgte. Martin Luther sei damals nicht aus der Stadt geflohen. Luther blieb und kümmerte sich mit seiner Frau um die Kranken. Ein weiteres, eher unbekanntes Detail ist die Tatsache, dass Luther auf dem Sterbebett das Sakrament der letzten Ölung abgelehnt habe. Bis zu seinem eigenen Ende, so Richter, sei Luther seinen Grundsätzen treu geblieben. Er selbst habe nämlich einige Sakramente abgeschafft.

Der fünfte Tag der Reise hielt eine Stadtführung und die Außenbesichtigung der Schlosskirche mit den 95 Thesen bereit. Vor der Kirche befindet sich noch ein weiteres interessantes Detail: Ein Denkmal in Kreuzform erinnert an die Judenhetze, die auch von Martin Luther mit harten Worten gesprochen wurde. „Ein düsteres Kapitel im Leben des großen Theologen“, kommentiert die Pfarrerin. Dieser Besichtigung schloss sich jene der Stadtkirche St. Marien an, der Predigtkirche Luthers. Hier wurde die Heilige Messe zum ersten Mal in deutscher Sprache gefeiert und das Abendmahl erstmals in beiderlei Gestalt an die Gläubigen ausgeteilt. Diese Kirche ist damit die eigentliche Mutterkirche der Reformation.

 

 

 

 

 

© Schwäbische Post 19.09.2014

Das Leitungsteam des ökumenischen Frauenfrühstücks mit Pfarrerin Ursula Richter (links) und Pfarrer Harald Golla (3. v.l.). (Foto: sik)

Nach 20 Jahren noch gut besucht

Das ökumenische Frauenfrühstück Wasseralfingen bietet Begegnung, Bildung und Gebet

 

„Im Glauben gestalten Frauen Zukunft.“ Dieser Satz steht heute wie vor 20 Jahren als Leitbild für das ökumenische Frauenfrühstück in Wasseralfingen. Gute Gespräche, Vorträge und gemeinsam beten bei einem leckeren Frühstück prägen etwa sechs Mal im Jahr die Treffen der Frauen auf ökumenischer Ebene.

 

Aalen-Wasseralfingen. Die Tische sind nicht nur hübsch, sondern vor allem liebevoll eingedeckt. Bunte Spätsommersträuße grüßen die Frauen, die zum Jubiläumsfrühstück gekommen sind. In dieser Atmosphäre lässt sich gut reden, über das, was war, über das, was momentan beschäftigt und über die Zukunft. Gute Gespräche und die Pflege von Kontakten – das ist nach wie vor der zentrale Punkt des ökumenischen Frauenfrühstücks in Wasseralfingen.

Am 21. September 1994 taten sie es zum ersten Mal. Pfarrerin Ursula Richter und die damalige Pastoralreferentin der katholischen Kirchengemeinde, Elisabeth Beyer, haben den ökumenischen Treff angeregt und zunächst für junge Mütter und ihre Kinder ausgelegt. „Wir leben besser miteinander, wenn wir einander stärken“, sagt Pfarrerin Richter und zeigt damit eine weitere Grundidee des Frauenfrühstücks auf.

Jetzt – 20 Jahre später – ist das Treffen für viele Frauen noch genauso wichtig wie damals. „Wir können voneinander profitieren, wenn wir über gemeinsame Glaubenserfahrungen sprechen“, sagt Pfarrerin Ursula Richter weiter. Dass dabei auch Frauen in der Bibel im Mittelpunkt stehen, schätzt die Theologin sehr. Anne Joas gibt einen Rückblick über die Vorträge, die sich von der Geschichte des Braunenbergs bis zu Hildegard von Bingen erstrecken. „Die Vielfalt ist enorm“, stellt Anne Joas fest. Man hörte von Werten im Wandel, vom Umgang mit Ängsten, vom Leben mit Demenz, von den „Jahreszeiten des Lebens“, von Umgang mit Gelassenheit und von „Quellen, aus denen Leben fließt“, um nur eine kleine Auswahl zu nennen.

Regelmäßig beteiligt sich das ökumenische Frauenfrühstück bei der Vesperkirche und organisiert den beliebten Kleiderbasar. „Dieses Frauenfrühstück macht Sinn, weil es Leben zur Sprache bringt und Themen in den Blick nimmt, die gut tun“, sagt Pfarrer Harald Golla, der selbst öfter als Referent beim Frauenfrühstück dabei ist. Und auch Ortsvorsteherin Andrea Hatam freut sich darüber, dass Frauen einander stärken. „Ich wünsche dem Frauenfrühstück weiterhin viel Zuspruch und gute Impulse“, betont Hatam.

Der Dank von Pfarrerin Ursula Richter beim Jubiläumsfrühstück gilt dem Leitungsteam mit Jutta Betz, Christine Wildgans, Erika Rathgeb, Anne Joas, Beate Dietrich und Ida Brücher. Außerdem bedankt sich die Pfarrerin bei allen ehemaligen Verantwortlichen und beim Team in der Küche.

 

Sibylle Schwenk

 

© Aalener Nachrichten 25.05.2014

Ein wichtiges Puzzle im Gefüge der evangelischen Gemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen ist die jährliche Vesperkirche.

Viele Teile bilden eine starke Gemeinde

Gemeindeforum der evangelischen Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen

Aalen-Wasseralfingen lem Eine Kirche, die sich aus vielen Puzzelteilen zusammensetzt, ist der Leitgedanke des Gemeindeforums der evangelischen Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen am Freitagabend gewesen. Ein Bild, das bestens passt zu dieser rührigen, aktiven Gemeinde mit vielen engagierten Gemeindegliedern und den einzelnen Gruppen wie Ökumene-Ausschuss, Christliche Jugend Wasseralfingen (CJV) bis zum Kirchenchor.

 

Dieses bunte Kirchenbild hing dann auch vorne über der Bühne wie ein Gruß an die Versammelten, die in stattlicher Zahl erschienen waren. Das in vier Phasen eingeteilte Forum war der Auftakt der alle acht bis zehn Jahre stattfindenden Visitation und dürfte im vollen Gemeindehaus viele neue Impulse gegeben haben.

 

Als einen umfassenden Beobachtungsprozess auf allen Ebenen, als eine Bestandsaufnahme, wo die Schwerpunkte, die Besonderheiten, die Aufgaben auch in der Zukunft liegen, beschrieb Dekan Ralf Drescher die Visitation. Mit Schuldekan Harry Jungbauer fasste er den Abend zusammen. Gemeinsam brachten sie gewissermaßen die Essenz dieses atmosphärenreichen, grundpositiven und äußert konstruktiven Treffens auf den Punkt.

 

Richter räumt Fehler ein

In der Andacht hatte Pfarrerin Ursula Richter das „uralte Bild vom Leib mit vielen Gliedern“, sprich den Gemeindegliedern, aufgegriffen. Die Gemeinde mit ihren vielen Gliedern könne man aber auch mit einem Puzzle vergleichen. Richter sparte auch Fehler der Kirche in der Vergangenheit nicht aus. „Nicht immer wurde die Mission zum Besten verwirklicht.“ Und sie ging auch auf die aktuellen Probleme wie Kirchenaustritte, zurückgehende Finanzen oder auf den Abbau von Pfarrerstellen ein. Dass Ökumene in Wasseralfingen groß geschrieben wird, erläuterte die Pfarrerin auch am von Sieger Köder gemalten Brotwunderbild für die Vesperkirche.

 

Beim Stichwort Ökumene meldete sich Wasseralfingens katholischer Pfarrer Harald Golla zu Wort: „Was mir hier sehr gut tut, ist der respekt- und vertrauensvolle, unkomplizierte Umgang zwischen den beiden Kirchengemeinden“, sagte er. Ökumene erlebe er hier täglich. Und ja, gelegentlich gebe es Reibungspunkte, was auch gut sei statt einer „Friede-Freude-Langeweile“.

 

Gruppen stellen sich vor

Mit witzigen, originellen und sehr informativen Einlagen hatten sich, moderiert von Pfarrerin Florentine Arshadi, verschiedene Gruppen innerhalb der Kirchengemeinde vorgestellt: der Ökumene-Ausschuss, die Umweltgruppe, die Oase, die CJW, der Krankenpflegeverein, der Kirchenchor und die Vesperkirche, die in diesem Jahr volljährig wurde, also zum 18. Mal zum gedeckten Tisch in der Magdalenenkirche eingeladen hatte.

 

Wie die Kirchengemeinde von außen wahrgenommen wird, erzählten in Interview-Form etwa Ortsvorsteherin Andrea Hatam, Hüttlingens zweiter Bürgermeister Helmut Ebert, der Rektor des Kopernikus-Gymnasiums, Michael Weiler, und der stellvertretende Rektor der Karl-Keßler-Realschule, Thomas Brunnhuber. Seit vielen Jahren helfen Realschüler mit bei der Vesperkirche. „Sehr beeindruckend und sehr aktiv“, wie Brunnhuber bemerkte. Dabei, merkte er an, seien es nicht immer „unbedingt Musterschüler“, die hier viel soziale Kompetenz und Teamgeist an den Tag legten. Auf die Frage, welches Symbol er mit der evangelischen Kirchengemeinde verbinde, nannte er den Gockel: Denn einige der Vesperkirche-Tassen mit dem Gockel drauf hätten sich ins Lehrerzimmer verirrt.

 

 

© Schwäbische Post 25.05.2014

Der Kirchenchor zeigt, was er draufhat mit dem „Lied von der Kirchenmaus“. Vorne Dirigentin Dagmar Barsacq. (Foto: opo)

Kirchengemeinde zeigt ihre besten Seiten

 

Wasseralfingen-Hüttlingen: Vesperkirche und Ökumene im Vordergrund – Gemeindeforum bietet viel Gelegenheit für Lob und Kritik

 

Die evangelische Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen hat sich am Freitagabend beim Gemeindeforum von ihren besten Seiten gezeigt. Als die besten Seiten stellten sich vor allem die Vielfalt, die Offenheit, die Ökumene und das soziale Engagement heraus.

 

Manfred Moll

 

Aalen-Wasseralfingen. Zum Gemeindeforum ins Gemeindehaus in der Bismarckstraße waren gut 100 Interessierte gekommen. Pfarrerin Ursula Richter bekannte freiweg, mit so vielen habe man nicht gerechnet. Der gute Besuch sei aber auch ein gutes Zeichen, sagte sie.

Anlass der Zusammenkunft war der Beginn der sogenannten „Visitation“ von Dekan Ralf Drescher und Schuldekan Dr. Harry Jungbauer. Man liegt wohl nicht falsch, wenn man sagt, dass die Kirchengemeinde den beiden Führungskräften zeigen wollte, was sie ist, was sie tut und was sie kann. Dies unternahm die Gemeinde in drei Abschnitten.

Im ersten Abschnitt präsentierten sich aus der Fülle der kirchlichen Gruppierungen sieben Gruppen selbst. Der zweite Abschnitt sollte die „Außensicht“ der Gemeine skizzieren, durch Interviews mit Gemeindemitgliedern, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit im Licht der Öffentlichkeit stehen. Im dritten Abschnitt schließlich hatte jeder Besucher die Gelegenheit zu Lob oder Kritik. Dieses Konzept ist voll aufgegangen: Wer einen langweilig-trockenen Abend erwartet hatte, wurde angenehm enttäuscht.

Dass die Vesperkirche in der evangelischen Kirchengemeinde eine herausragende Rolle spielt, dürfte niemanden verwundern. Wobei deutlich wurde, dass es hier nicht nur um soziales Engagement geht, sie wirkt weit darüber hinaus. Die Vesperkirche schafft Gemeinschaft, sie belebt die Ökumene und schafft neue Zugänge zu Glauben und Gott.

Einen kaum geringeren Stellenwert innerhalb der Gemeinde hat die Ökumene, wie einerseits die Präsentation des Ökumene-Ausschusses zeigte, andererseits später Beiträge aus den Reihen der Besucher. Viele Evangelische in Wasseralfingen wünschen sich wieder die Gelegenheit zum gemeinsamen Abendmahl. Ebenfalls präsentierte sich die Gruppen Umweltarbeit, Oase-Gottesdienst, Christliche Jugend, Krankenpflegeverein und Kirchenmusik. Die beiden Letztgenannten würden gerne neue Mitglieder begrüßen.

In den Interviews antworteten Ortsvorsteherin Andrea Hatam, SchwäPo-Redakteurin Ulrike Schneider, KKR-Rektor Thomas Brunnhuber, der Hüttlinger Gemeinderat Helmut Ebert und KGW-Rektor Michael Weiler auf Fragen. Zusammenfassend kristallisierte sich heraus, dass die Vesperkirche, die gute Kinder- und Jugendarbeit sowie die Ökumene als die hauptsächlichen Pluspunkte der Gemeindearbeit gesehen werden. Summa summarum: Die Gemeinde soll so weitermachen wie bisher – allenfalls die Zusammenarbeit mit den Schulen noch weiter ausbauen.

Beiträge aus den Reihen der Gemeindemitglieder zeigten als Pluspunkte auch das seither Genannte, sowie die Tatsache, dass drei Pfarrer vorhanden sind. Bei den Wünschen standen im Vordergrund, es möge nicht, wie angekündigt, eine halbe Pfarrstelle wegfallen, sowie erneut einen Diakon zu haben.

Die beiden Dekane äußerten sich in ihrer Zusammenfassung sehr positiv. Durch den Abend, in dessen Verlauf zur Stärkung Eintopf gereicht wurde, führten Pfarrerin Ursula Richter, Pfarrerin Florentine Arshadi, Pfarrer Wolf Seitz, 2. Kirchengemeinderatsvorsitzender Konrad Schmitt und Kirchengemeinderat Jörg Dolmetsch. Pfarrer Harald Golla von der katholischen Kirchengemeinde würdigte in einem Grußwort den „guten, offenen Umgang miteinander“.

INFO

Visitation nennt man in der evangelischen Kirche den alle acht Jahre stattfindenden Besuch des Dekans und des Schuldekans bei den jeweiligen Kirchengemeinden ihres Bezirks. Die Visitation erschöpft sich nicht in einem Infoabend, sondern verschafft den Führungskräften durch viele Gespräche ein umfassendes Bild der Kirchengemeinde und ihrer Aktivitäten.

© Schwäbische Post 11.05.2014

Am Sonntag 20 Jugendliche konfirmiert

Festgottesdienst in der Magdalenenkirche mit breitem Liedrepertoire des Projektchores

„Eine echte Verwandlung hat hier stattgefunden,“ meinte Pfarrerin Florentine Arshadi augenzwinkernd, als sie mit den sichtlich aufgeregten und chic gekleideten 20 Jugendlichen sich vor der Magdalenenkirche für den Einzug aufstellte.

Aalen-Wasseralfingen. Der Festgottesdienst in der vollbesetzten Kirche wurde musikalisch mit einem breiten Repertoire des Projektchors – von meditativ bis hin zu swingenden Rhythmen – unter der Leitung von Claudia Dolmetsch umrahmt, die auch an der Orgel saß.

Die Predigt nahm Bezug auf einen Vers aus dem Römerbrief des Apostels Paulus: „Ihr seid kostbare Gefäße Gottes!“ Pfarrerin Arshadi machte dies anschaulich, indem sie verschiedene Flaschen und Getränke hervorzauberte und auf die Kanzelbrüstung stellte: Da gab es in der Konfirmandengruppe, so die Pfarrerin, so manch stilles Wasser, manch spritzige Typen (Sekt) und auch die aufgedrehten, stets aktiven Charakter (Cola). Das Wichtigste aber sei, dass alle Gefäße dazu da seien, gefüllt zu werden. Dann könne man auch anderen weitergeben, was in einem stecke: Gemäß Paulus sei das die Barmherzigkeit Gottes, die Kraft Jesu Christi, die in den menschlichen Gefäßen wohnen wolle. „Die Liebe (auch und gerade die Liebe Gottes) ist das Einzige, das wächst, wenn wir es verschwenden.“ Mit diesem abgewandelten Zitat der Dichterin Ricarda Huch und dem Appell an die Jugendlichen, diese Liebe Gottes in ihrem Lebensumfeld auszuteilen, schloss die Pfarrerin ihre Predigt.

Nach der Einsegnung der Jugendlichen im Beisein von Jugendmitarbeitern der Gemeinde und der Feier des Heiligen Abendmahls, zogen die Jugendlichen wieder aus der Kirche aus zum Gruppenfoto. Draußen begrüßte sie an dem sonst eher trüben, windigen Tag der aufgerissene Himmel mit Sonnenschein.

 

 

 

© Schwäbische Post 25.03.2014

Die vier Geehrten mit einer Rose und einer Urkunde. Rechts Pfarrerin Richter, die anderen gehören zum Leitungsteam. Im Hintergrund die Bläserklasse 8b der Karl-Keßler-Realschule. (Foto: glo)

Jahr der Rekorde

Fest für die Mitarbeiter der Wasseralfinger Vesperkirche

 

„Ich musste einfach immer nur da sein, was für ein wunderbarer Job für eine Pfarrerin“, stellte Ursula Richter anlässlich des Vesperkirchenmitarbeiterfestes im evangelischen Gemeindehaus in Wasseralfingen klar. Fast 150 Menschen haben dabei geholfen, dass die Vesperkirche funktionierte – und fuhren einen Rekordjahr ein.

 

Uwe Glowienke

 

Aalen-Wasseralfingen. Geputzt, gespült, gekocht, gefahren und sein eigenes Genie eingebracht, so lautete das Resümee, das Pfarrerin Richter in ihren in Versform vorgetragenen Dankesworten an die unzähligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weitergab. Es sei mit 6800 Essen und 220 Kuchen ein Rekordjahr gewesen, so Richter.

Unter den langjährigen Streitern für die gute Sache standen dem Leitungsteam wieder Schüler der Karl-Keßler-Realschule zur Seite, die bereits seit zwölf Jahren dabei sind, sowie drei Schüler des Kopernikus-Gymnasiums. Genau diese Mischung sei es, die generationsübergreifend im Miteinander zu solch einem Erfolg führt, betonte die Pfarrerin. Bei so einem eingespielten Team falle es ihr so leicht, einfach nur da zu sein. Im Umkehrschluss bedeute der Erfolg aber auch, dass noch sehr viel Bedarf an Unterstützung nötig sei, da das soziale Band „noch nicht jeden“ erreiche. Das Motto „Um Himmels Willen“ zeige deutlich, welche Verantwortung in jedem Einzelnen steckt und dass die Talente, die einem gegeben sind, in den Dienst am Nächsten investiert werden müssten. Nur so funktioniere eine Gesellschaft. Und dass man im Miteinander trotz größten Stresses und oftmals fehlender Pausen viel Spaß haben kann, sehe man an den Gesichtern der Helfer.

In diesem Jahr konnten einige Mitarbeiter für zehnjährige Treue geehrt werden. Diese sind Michaela Hross, Inge Lenz, Rita Schelly und Ralph Weiher.

Dass die Schüler der KKR nicht nur helfen können, sondern auch viel von Musik verstehen, bewiesen sie bei der musikalischen Umrahmung des Abends. Die Bläserklasse der 8b unter der Leitung von Christina Gall erfreute mit einem bunten Strauß aus ihrem vielseitigen Repertoire. Dass es im nächsten Jahr wieder eine Vesperkirche gibt, stehe nicht zur Diskussion, hieß es.

 

 

© Schwäbische Post 15.03.2014

Heinz Schmidt (2.v.l.) gratuliert seinem Nachfolger im Amt des Synodalvorsitzenden Wolfgang Probst. Mit im Bild: Dekan Ralf Drescher (re.) und Schuldekan Dr. Harry Jungbauer. (Fotos: aki)

Wolfgang Probst ist neuer Synodalvorsitzender

Der evangelische Kirchenbezirk Aalen hat einen neuen Laienvorsitzenden – Frühjahrssynode im Zeichen der Wahl

 

Im Mittelpunkt der Frühjahrssynode des evangelischen Kirchenbezirks standen Wahlen. Nach 18 Jahren im Amt hat Heinz Schmidt nicht mehr für den Vorsitz der Bezirkssynode kandidiert. Sein Nachfolger ist Wolfgang Probst aus Unterschneidheim.

 

Aalen/Ellwangen. In harmonischer Atmosphäre haben die Mitglieder der Synode des Kirchenbezirks Aalen am Freitagabend im Ellwanger Speratushaus vor allem ihre kirchlichen Gremien im Bezirk besetzt. Der Fokus stand dabei vor allem auf dem Kirchenbezirksausschuss, dem KBA, der das kirchenpolitische Gremium der Protestanten im Altkreis Aalen ist.

 

Ebenfalls galt es, einen neuen Vorsitzenden für die Bezirkssynode zu wählen. Nach 18 Jahren im Amt hatte bereits im Vorfeld der Synode dessen Vorsitzender Heinz Schmidt signalisiert, nicht mehr zu kandidieren. „Jetzt ist es Zeit für einen Wechsel“, sagte er am Freitag vor den Delegierten aus den Kirchengemeinden. Es habe bereits Sondierungsgespräche gegeben, berichtete Schmidt.

 

Und diese waren erfolgreich. Wolfgang Probst, Kirchengemeinderatsmitglied in Unteschneidheim-Walxheim, Vorstandsvorsitzender der Bopfinger Bank Sechta/Ries und engagierter Protestant stellte sich der Wahl und wurde mit überwältigender Mehrheit gewählt. In einer kurzen Stellungnahme betonte der 54-Jährige, dass er mitwirken wolle, die evangelische Kirche so zu gestalten, dass die Kirche auch künftig als Teil des Lebens wahrgenommen werde. „Ich bin ein Teamplayer, der stetig bemüht ist, Kompromisse zu finden, der bei Bedarf aber auch schon mal die Kante zeigen kann“, urteilte der Vater zweier erwachsener Töchter über sich selbst.

 

Ellwangens Bürgermeister Volker Grab attestierte eingangs in seinem Grußwort den im Dezember neu gewählten Kirchengemeinderäten Mut und Engagement. „Kirche muss Flagge zeigen und sich einmischen. Sie mischen sich ein, weil sie ein Ehrenamt übernommen haben.“

 

Der Jugendchor der evangelischen Kirchengemeinde Ellwangen hat zum Auftakt der Frühjahrssynode unter anderem „Freude schöner Götterfunken“ sowie Michael Jacksons Man on the Mirror intoniert. Ulrike Schneider

 

In den Kirchenbezirksausschuss gewählt sind:

 

Susanne Fiedler, Thomas Wolter, Pfarrerin Ursula Richter, Siegfried Leidenberger, Gerhard Maier, Pfarrer Martin Schuster, Michael Fitzner, Dr. Jürgen Nolting, Pfarrer Dr. Torsten Krannich, Dietmar Beck, Sibylle Schmidt und Pfarrer Michael Rau.

 

© Schwäbische Post 02.03.2014

Segnungen und Salbungen zum Ende der Vesperkirche. (Foto: hag)

So viele Essen wie noch nie

Die 18. Wasseralfinger Vesperkirche geht mit Rekordzahlen zu Ende

 

Am Sonntag ging mit einem festlichen, sehr gut besuchten Gottesdienst und anschließendem letzten gemeinsamen Essen die 18. Wasseralfinger Vesperkirche zu Ende.

 

Aalen-Wasseralfingen. „Diese vier Wochen Vesperkirche waren eine Zeit voller Leben, mit Gästen aus allen Richtungen, Konfessionen, immer wieder vielen Kindern, helfenden Jugendlichen von den Schulen, freundlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – eine bunte Vielfalt des Lebens, eine erfüllte, gute Zeit in einer vollen, manchmal fast überfüllten Magdalenenkirche!“, stellte Pfarrerin Ursula Richter bei der Begrüßung im Gottesdienst fest.

Mehrmals dieses Jahr waren es über 300 Gäste, etwa 6800 Essen insgesamt wurden verteilt. So viele waren es noch nie. Es kamen Menschen aus allen Schichten und ganz besonders bedürftige Menschen. Insgesamt sind rund 220 Kuchen gestiftet worden sowie so viele Kleider für den 14-tägigen Kleiderbasar wie noch nie zuvor, der rund 3400 Euro erbrachte.

Im Gottesdienst mit Segnung und Salbung, der schwungvoll von der Gesangsgruppe Jesolo der katholischen Schwestergemeinde unter der Leitung von Herbert Riedl musikalisch mitgestaltet wurde, erzählten Gäste und Mitarbeiter von ihren Erfahrungen während der Vesperkirche. Neben dem guten, günstigen Essen, das auch für Familien mit Kindern eine große Entlastung bedeutete, war vor allem die Gemeinschaft wichtig, ebenso auch die Impulse fürs Leben, die man an jedem Tag erhalten konnte und das Miteinander von Jung und Alt bei der Arbeit. Pfarrerin Richter betonte in ihrer Predigt, dass bei Gott niemand aufgegeben wird. Dies müsse sich sowohl im menschlichen Miteinander wie auch in der Gesellschaft niederschlagen, besonders für die Menschen, die auf der Schattenseite leben.

Die 19. Wasseralfinger Vesperkirche beginnt am 1. Februar 2015.

 

© Aalener Nachrichten 25.02.2014

Magda-Eckle ist eine große soziale Kleiderkammer

Noch nie gab es beim Basar der Vesperkirche so viele „Schnäppchen“ und Kunden – Am Mittwoch und Donnerstag noch geöffnet

 

Von Markus Lehmann

 

Aalen-Wasseralfingen Ein dicker Stapel gut erhaltener Kleidung oder eine noch ganz schicke Damen-Strickjacke für vier Euro. Das T-Shirt wechselt für einen Euro den Besitzer. Preise wie im Schnäppchenmarkt. Aber der Kleiderbasar der Wasseralfinger Vesperkirche ist eher eine soziale Klamottenbörse für Menschen, die sich in einem der reichsten Länder der Welt keine neue Kleidung leisten können. Noch nie wurden so viel Textilien und Schuhe angeliefert seit vor neun Jahren der Kleiderbasar im Magda-Eckle öffnete, und noch nie kamen so viele Kunden.

 

Das ehemalige Pfarrhaus gleich neben der Magdalenkirche platzt aus allen Nähten. Auf Tischen warten dicke Bündel und auf Kleiderständern unzählige Jacken, Hosen, Hemden, Shirts und Pullis auf ihre Käufer. Anderthalb Tonnen wurden in gut zwei Tagen gespendet – das ist bisheriger Rekord. „Der Kleiderbasar gehört einfach zur Vesperkirche, ich kann sie mir ohne ihn gar nicht mehr vorstellen“, sagt Inge Lenz, die zum vierten Mal das Basar-team leitet. Zum einen fließt der Erlös direkt in die Vesperkirche, erklärt Lenz. Zum anderen warten manche Menschen schon das ganze Jahr über, bis das Magda-Eckle zur günstigen Kleiderkammer wird, um sich für’s ganze Jahr einzukleiden. Viele sind Stammkunden. Lenz ist immer wieder überrascht von der „Riesenauswahl“ und manchmal wundert sie sich, welche schönen oder kaum getragenen Stücke abgegeben werden.

 

Gerade schaut eine Stammkundin vorbei, eine Mutter mit drei Kindern. Die Kinder, erklärt sie, wachsen ja schnell aus den Kleidern heraus, das gehe richtig ins Geld. Zudem seien die Kleider ja schon mehrmals gewaschen und würden dann wohl keine Chemikalien mehr enthalten. Immer wieder erlebt Inge Lenz bewegende Szenen. Etwa als sie einer bedürftigen Frau einen Schal schenkte und die sie mit Tränen in den Augen umarmte.

Jeder soll zum Zug kommen, jeder soll hier günstig einkaufen können, ist das Motto von Pfarrerin Ursula Richter. Preisschilder gibt es nicht, das wäre bei der Kleider-Flut auch gar nicht möglich. Das teuerste Stück dürfte übrigens ein Brautkleid mit langer Schleppe sein. Um die 30 Euro sollte es schon erlösen, erklärt Lenz. Der Kleiderbasar ist noch am Mittwoch und Donnerstag geöffnet, jeweils in den Zeiten der Vesperkirche.

 

© Aalener Nachrichten 20.02.2014

280 Essen haben die Dehoga-Lehrlinge in der Justus-von-Liebig-Schule Aalen gekocht. Foto: Markus Lehmann (Fotos: Markus Lehmann)

Kiloweise Gemüse schnippeln und Käse raspeln

Azubis an der Justus-Liebig-Schule kochen 280 Mahlzeiten für die Vesperkirche – erstmals kocht eine Schule das gemeinsame Essen

 

Von Markus Lehmann

 

Aalen-Wasseralfingen Zwölf Mal schlagen die Glocken der Magdalenenkirche. Vesperkirchenzeit. Schon seit einer Viertelstunde geht es quirlig zu im Kirchenschiff, die ersten Gäste haben ihre dampfende Gemüse-Lasagne mit Käse-Kräuter-Soße und den Blattsalat mit French-Dressing vor sich stehen und langen herzhaft zu. Zum ersten Mal hat eine Schule für die Vesperkirche gekocht und die Azubis im ersten Lehrjahr helfen mit beim Verteilen.

 

Es riecht lecker und den Besuchern scheint’s zu schmecken. Um die 280 Essen wurden noch nie in der „HoGa“-Schulungsküche (Hotel-und Gastronomie) in der Justus-von-Liebig-Schule gekocht. Maximal 150. Eine echte Herausforderung für die 13 Lehrlinge, darunter Köche und Köchinnen, aber auch Hotelfachfrauen, eine Hotel-Kauffrau und Auszubildende in der System-Gastronomie.

 

Szenenwechsel. Viertel vor Zehn in der Justus-von-Liebig-Schule in der Großküche. Auch hier geht’s quirlig zu. Fachlehrerin Carmen Fehr ist hier die „gute Seele“, die jeden Koch-Kniff zu kennen scheint. Mit ihrer frisch-fröhlichen, aber durchaus auch fordernden Art gibt sie Tipps an den Gastronomie-Nachwuchs: „Der Schnittlauch ist aber nicht gerade fein geschnitten“, „Zwiebeln sind Geschmacksträger“ oder „vergesst die Muskatnuss nicht.“ Bei 28 Groß-Lasagnen mit Käse-Kräuter-Soße für 280 hungrige Münder wird rein mengenmäßig geklotzt und nicht gekleckert: Je zwölf Kilo Lauch, Karotten, je neun Kilo Sellerie, Rosenkohl, Paprika müssen fein geschnitten, 21 Kilo Emmentaler geraspelt werden. Allein fast 38 Liter Hühnerbrühe, 15 Kilo Kräuterschmelzkäse und ein kräftiger Schuss französischer Wermut für die Soße auf die Lasagne wandern in die 120-Liter-Kippradpfanne. Für den Guss, der unter das Gemüse gemischt wird, werden 90 Eier aufgeschlagen und 12 Kilo saure Sahne verrührt. Die Bechamel-Soße, in der die Lasagne-Platten garen ist schon längst fertig. Das ganze Gemüse zu Schnippeln wäre an einem Morgen nicht möglich. Deshalb wurde es tags zuvor vorbereitet. Die Alternative Tiefkühlkost-Gemüse, kommt nicht in Frage. „Wie wollen mit frischen Zutaten kochen“, erklärt die Lehrerin.

In so großen Dimensionen zu kochen, kennt Kai Straub. Er macht eine Ausbildung in einer Oberkochener Großküche. Und auch Patricia aus Ellwangen und Lidia aus Rosenberg macht dieses Kochen im „XXL“-Format Spaß. Obwohl sie später als Hotel-Fachfrauen wohl kaum den Kochlöffel schwingen werden. Nur in einer großen Schulküche wie an der Justus-von-Liebig-Schule besitzt man die Kapazität, um so viele Essen zuzubereiten, erklärt Fachabteilungsleiterin Eva Hänle. Kurz nach zwölf sitzt auch sie vorne am Tisch in der Magdalenenkirche und lässt sich die Lasagne schmecken: „Sehr gut“, ihr Urteil. Für sie ist es wichtig, dass die Auszubildenden soziale Kompetenz und Teamfähigkeit lernen. Und dafür ist die Vesperkirche bestens geeignet. Als Nachtisch gibt es dann zum Kaffee Schoko-Brownies – ebenfalls aus der Schulungsküche.

 

© Schwäbische Post 20.02.2014

Schüler kochen für die Vesperkirche

Obwohl sie eine Ausbildung im Gastgewerbe machen, stießen die Schüler der Klasse der Berufsschule für gastgewerbliche Berufe an ihre Grenzen. Waren doch 300 Portionen Gemüselasagne und Salat für die Vesperkirche zuzubereiten. Nur frische Zutaten wurden verwendet, weshalb schon am Vortag einige Kilo Gemüse zu schneiden waren. Für die angehenden Köche im ersten Ausbildungsjahr kein Problem, aber die künftigen Hotelfachfrauen sind diese Arbeit nicht gewohnt. Den Lohn der Arbeit konnten die jungen Auszubildenden dann bei der Ausgabe der Speisen in der Kirche erfahren. Frau Pfarrerin Richter dankte herzlich für das soziale Engagement und die Gäste lobten die „sensationell“ gute Gemüselasagne. (Foto: privat)

 

© Schwäbische Post 18.02.2014

Mit Leib und Seele Organisatorin

Leute heute: Ute Küstner engagiert sich für die Wasseralfinger Vesperkirche seit 17 Jahren

 

Schon als Kind war sie eng mit der Wasseralfinger Magdalenenkirche verbunden. Ihre Mutter war dort viele Jahre Mesnerin und sie selbst später Hausmeisterin im Dienst der Kirche. Ute Küstner kann sich – mittlerweile als Ruheständlerin – ein Leben ohne das kirchliche Ehrenamt gar nicht mehr vorstellen. So ist sie in diesen Tagen für die Vesperkirche voll im Einsatz.

 

Ulrike Schneider

 

Aalen-Wasseralfingen. In ihrem lichtdurchfluteten Wohnzimmer mit Bildern von Cézanne hat sie den Kaffee und die Butterbrezeln schon bereitgestellt. Ute Küstner sorgt sich hier, wie in der Vesperkirche um „ihre“ Gäste. Sie ist eine der Frauen, die von Anfang an im Vesperkirchenteam dabei ist. „Damals, 1997, haben wir klein begonnen – mit 40 bis 50 Besuchern“, erinnert sie sich und fügt das erste Vesperkirchemotto gleich an: „Nahrung für Leib uns Seele“.

Zwischen dem ersten und dem aktuellen Motto – „Um Himmels willen“ – liegen 17 Jahre. In denen hat sich nicht nur die Zahl der Gäste verändert. „Am vergangenen Sonntag haben wir in der Kirche über 320 Essen ausgegeben“, erzählt die Mutter von drei Kindern. Auch ihr persönliches Engagement ist in neuen Bahnen. Beim Start der Vesperkirche war Ute Küstner noch Hausmeisterin und zuständig für das evangelische Gemeindehaus sowie den Kindergarten Regenbogen. Die Vesperkirche war ihr persönlich auch ein Stück Aufbruch. Denn ein Jahr zuvor war ihr Mann Helmut gestorben.

„Ich brachte mich ein, das war für mich ganz selbstverständlich, und es hat Spaß gemacht“, sagt die heute 68-Jährige. Da galt es etwa, das nötige Geschirr vom Gemeindehaus zur Magdalenenkirche zu transportieren. Sie hat begonnen, Listen zu schreiben für Dinge, die für den Mittagstisch eingekauft werden mussten. Und sie hat organisiert, was zu organisieren war. Ganz uneitel. Ganz patent. „Natürlich nie allein und immer mit dem Leitungsteam um Gudrun Fetzer und Inge Lenz“, berichtet sie. Vor rund zwei Jahren hat Ute Küstner dann noch mehr Verantwortung übernommen. Als Gudrun Fetzer sich zurückgezogen hat. Weiter im Team. Das ist ihr wichtig.

Dabei ist eines gleich geblieben: Ute Küstner bringt sich mit ihrer großen Stärke ein: Sie organisiert; spricht unter anderem mit Schulen und Lehrern, von der Karl-Keßler-Realschule, dem Kopernikus-Gymnasium oder der Justus-von-Liebig-Schule. Denn Schülerinnen und Schüler sind traditionell in das Geschehen um die Vesperkirche eingebunden, gestalten die Andachten mit, geben Essen aus, kochen oder räumen das Geschirr ab. Aber auch „Dienstpläne“ für 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gilt es umzusetzen. Damit zur Mittagszeit alles klappt.

Doch nicht nur dort ist die umtriebige Ruheständlerin im Einsatz. Das kirchliche Umfeld hat sie geprägt. Ihre Mutter war 17 Jahre lang Mesnerin der Magdalenenkirche. Sie selbst wurde dort getauft, konfirmiert und hat auch in der Wasseralfinger Kirche geheiratet. „Als 1972 im evangelischen Gemeindehaus ein Hausmeister gefehlt hat, sind Helmut und ich schnell entschlossen eingesprungen“, erzählt sie. Bis 2008 hatte Ute Küstner das Amt inne.

Da passt es auch, dass sie das ganze Jahr über ehrenamtlich engagiert ist. So ist ihr nicht nur der kirchliche Frauenkreis sehr wichtig. Wenn es etwas zu tun gibt, hilft sie immer gerne mit. „Und die Verbundenheit, die dabei entsteht, bereichert mein Leben“, betont sie.

 

 

 

© Aalener Nachrichten 13.02.2014

Die VR-Bank hat 1000 Euro an die Vesperkirche Wasseralfingen gespendet. Das Bild zeigt von links: Pfarrerin Ursula Richter, Gudrun Fetzer (beide vom Organisationsteam der Vesperkirche), Hans-Peter Weber, Vorstandssprecher VR-Bank Aalen, und Friedrich Fetzer (Foto: Foto: privat)

1000-Euro-Spende für Wasseralfinger Vesperkirche

Aalen / an Mit 1000 Euro unterstützt die VR-Bank Aalen die Wasseralfinger Vesperkirche. Vorstandssprecher Hans-Peter Weber brachte den Spendenscheck zum Mittagessen in die Magdalenenkirche mit. „Als regionales Institut unterstützen wir die Vesperkirche seit vielen Jahren sehr gerne – sowohl finanziell als auch über unsere Mitarbeiter, die sich hier ehrenamtlich engagieren“, hob der VR-Bank-Chef hervor. „Diese 1000 Euro tun uns sehr gut und helfen mit, die täglichen Essen zu finanzieren“, dankte Pfarrerin Ursula Richter.

 

 

© Schwäbische Post 12.02.2014

Rotary Club spendet 1000 Euro

 

Der Rotary Club Ellwangen besucht traditionell die Wasseralfinger Vesperkirche. „Wir haben heute unsere wöchentliche Zusammenkunft in die Magdalenenkirche verlegt“, sagte Friedrich Unkel, Präsident des Clubs und überreichte Pfarrerin Ursula Richter eine Spende in Höhe von 1000 Euro, um die „wertvolle Arbeit“ zu unterstützen. Der Besuch der Vesperkirche eröffne den Club-Mitgliedern die Möglichkeit, etwas vom Geist der Vesperkirche, die Nahrung für Leib und Seele bietet, in den Alltag mitzunehmen. Pfarrerin Ursula Richter bedankte sich im Namen aller Ehrenamtlichen der Aktion für die Spende. Das Bild zeigt von links: Christine Möhler, Gertraud Ostertag (beide vom Vesperkirchen-Leitungsteam), Rotary-Club-Ellwangen-Präsident Friedrich Unkel, Pfarrerin Ursula Richter und Dekan a.D. Erich Haller. (Text/Foto: aki)

© Schwäbische Post 11.02.2014

Sparkasse unterstützt Vesperkirche

Sparkassenchef Carl Trinkl und Sparkassen-Geschäftsstellenleiter Berthold Gloning überreichten eine 1500 Euro-Spende an das Organisationsteam von der Wasseralfinger Vesperkirche rund um Pfarrerin Ursula Richter und Corinna Pavel. Bereits zum 18. Mal seit 1997 findet die Vesperkirche statt, bei der bis zu 250 Essen am Tag und rund 6000 Essen während der vierwöchigen Aktion ausgegeben werden. Insgesamt rund 100 ehrenamtliche Helfer sowie Schüler aus Wasseralfingen setzen damit ein Zeichen gelebter Menschlichkeit und Christlichkeit. (Foto: opo)

 

© Schwäbische Post 07.02.2014

Ein Team für die Vesperkirche

 

Ein Blick hinter die Kulissen der Vesperkirche und in die Küche des Magda-Eckles

 

„Um Himmels Willen“ ist nicht nur das Motto der Vesperkirche 2014, sondern der Ausruf würde sicher jedem sofort herausrutschen, der während eines Vesperkirchentages in die Küche des Magda-Eckles blickt und die Berge an Tellern sieht. Sage und schreibe rund 1000 Teller und Tassen werden dort täglich gespült. Besteck extra. Ein Team von drei Mitarbeitern sorgt dafür, dass das Essen und der Kaffee auf blitzeblankem Geschirr serviert werden kann.

 

Sibylle Schwenk

 

Aalen-Wasseralfingen. Ursula Hubel lacht in ihr Spülwasser hinein. Heißes Wasser dampft aus riesigen Töpfen und immer wieder gießt sie frisches nach. „Mit dem kleinen Fünf-Liter-Boiler kommen wir bei diesen Mengen nicht klar“, sagt Ursula Hubel. Flink wischt sie mit der Spülbürste über die Teller, stellt sie an der anderen Seite ab. Dort schnappt Dieter Ullmann den Tellerberg. Die Industriespülmaschine wird nur ein bis zwei Minuten dafür brauchen. „Aber wir müssen halt vorspülen“, erklärt Hubel. Anneliese Kolbert schwirrt zwischen den beiden herum, stapelt die Teller, sortiert sie, und packt sie in Plastikwannen. Dann kommt der nächste Schwung.

Rund 250 Essen serviert die Vesperkirche in diesen Wochen. Das heißt für das Küchenteam: 250 flache Teller fürs Hauptgericht, 250 Salatteller, 250 Kuchenteller, 250 Tassen. „Wir bieten zum Essen oder danach auch Kaffee an“, berichtet Gudrun Fetzer, die an diesem Freitag die Vesperkirchengäste empfängt. Man kann sich einen Bon kaufen zum Preis von 1,50 Euro, Kinder kosten nur 50 Cent. Dann suchen sich die Gäste einen Platz an den Tischen und Bänken vor dem Altar aus oder direkt in den Kirchenbänken, wo eine Brettverbreiterung als Tisch dient.

Dadurch, dass die 25 bis 30 Mitarbeiter die Gäste bedienen, läuft die ganze Szene recht ruhig und sortiert ab. Ein paar Frauen stehen bei den Salaten, schöpfen die warme Mahlzeit aus, andere schauen, ob sie Essen bringen oder Geschirr abtragen können.

Frank Nietzold ist auch schon fünf Jahre im Mitarbeiterteam der Vesperkirche. „Als ich noch gearbeitet habe, bin ich immer vor der Spätschicht hierhergekommen“, erzählt Nietzold. Heute ist er weiß beschürzt, hat seine Brille auf die Stirn gelegt und hilft fleißig mit. „Wenn man das einmal gemacht hat“, so sagt er, „kommt man nicht mehr davon los“. Frank Nietzold trägt zwei Gedecke ab und bringt das Geschirr zu zwei Männern, die die Speisereste in Eimer geben. Von dort aus werden die Teller und Tassen in die Plastikwannen gestellt und Richtung Magda-Eckle getragen. Hier wartet schon das Küchenteam.

Zwischen 12.00 und 13.00 Uhr geht es richtig zur Sache. Keine Minute Pause. Spülen, stapeln, spülen. Es mache ihr nichts aus, spülen sei sie gewöhnt, sagt Ursula Hubel. Sie sei schon seit 9 Uhr da und habe Kaffee und Tee gekocht. Der steht jetzt bereit in den Thermoskannen, zubereitet in riesigen Kaffeefiltern. Am Tisch nebenan wickeln zwei Mitarbeiter das Besteck. Aus der Küche dampft es. Dieter Ullmann hat die Spülmaschine geöffnet. Mit geübten Griffen verstaut er das Geschirr. Die Arbeit geht Hand in Hand.

 

Öffnungszeiten und mehr

Täglich von 11.30 bis 14.30 Uhr sind die Pforten der Vesperkirche in der Magdalenenkirche geöffnet. Gute Kleider für wenig Geld bietet der Kleiderbasar vom 16. bis 27. Februar im Magda-Eckle zu den Öffnungszeiten der Vesperkirche. Kleiderabgabe ist am 14. unf 15. Februar von 11 bis 15 Uhr im Magda-Eckle. Spende an die evangelische Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen, Konto Nr. 382 700 007, BLZ 614 901 50, VR-Bank Aalen, Verwendungszweck: Vesperkirche.

© Schwäbische Post 03.02.2014

Es ist Zeit für die Vesperkirche

 

In der Wasseralfinger Magdalenenkirche gibt es bis 2. März täglich wieder eine warme Mahlzeit

 

Ganz im Zeichen der Ökumene und getragen von Christen, die den diakonischen Auftrag der Kirche wörtlich nehmen, ist am Sonntag die 18. Wasseralfinger Vesperkirche eröffnet worden. Unter dem Motto „Um Himmels Willen“ stehen die kommenden vier Wochen, in denen sich die evangelische Magdalenenkirche als Ort der Begegnung bei einer gemeinsamen Mittagsmahlzeit versteht.

 

Sibylle Schwenk

 

Aalen-Wasseralfingen. Als eine der ersten Gemeinden im Land haben die Christen Wasseralfingens die Qualitäten einer Vesperkirche erkannt. Nicht ganz ohne Widerstände habe man damals anfangen können, erinnert sich Pfarrerin Ursula Richter, die mit einem sehr engagierten Team als vierte Gemeinde der Landeskirche, Essenstische und -bänke direkt in der Kirche, vor dem Altar, aufbaute.

Längst hat die Vesperkirche Schule gemacht und längst ist sie nicht nur eine „Armenspeisung“. „Wir wollen ein Zeichen gegen die Polarisierung in der Gesellschaft setzen“, sagt Pfarrerin Richter. Mit den Veranstaltungen, die die Vesperkirchenzeit begleiten, werde auch deutlich, wie kreativ Menschen sein können und wie fürsorglich sie miteinander umgehen können. Durch das Motto „Um Himmels Willen“ wolle man eine Unterbrechung des Alltags herausfordern. „Es ist der Einwurf Gottes in unsere Handlungen“, führt die Pfarrerin aus.

Es könne die Chance während der Vesperkirchenzeit genutzt werden, sich solidarisch und inklusiv zu zeigen. „Das Kreuz ist das solidarischste Zeichen, das ich kenne“, bekennt Richter. Obwohl es den Menschen in der Region gut gehe und der wirtschaftliche Aufschwung beste Voraussetzungen biete, steige die Armutsgefährdung für Alleinerziehende, Arbeitslose und auch Senioren. „Schauen wir auf die Menschen, die auf der Strecke geblieben sind“, fordert die Theologin auf.

Dafür nahm sie und ihr Leitungsteam, das in den kommenden Wochen die Organisation der Essensausgabe und den flankierenden Veranstaltungen innehat, die Anerkennung vieler entgegen. Landrat Klaus Pavel sprach von einem „festen Knoten im sozialen Netz des Kreises“, und OB Thilo Rentschler wünschte allen, dass sie „das Essen und den Himmel schmecken können“. Außerdem stockte der OB die Spende seitens der Stadt von 1000 Euro auf 1500 Euro auf. Ortsvorsteherin Andrea Hatam freute besonders der große Zusammenhalt innerhalb der Vesperkirche, der auch Jugendliche miteinbezieht. So sind regelmäßig zu den Mittagszeiten auch Schulklassen helfend dabei, am Eröffnungsgottesdienst die Klasse 8b der Karl-Keßler-Realschule.

Dekan Ralf Drescher sagte hinsichtlich des Mottos, dass es Gottes Wille sei, dass es solche Orte wie die Vesperkirche gibt und Diakon Siegfried Herrmann von der katholischen Gemeinde St. Stephanus meinte, man müsse in der Gesellschaft den Bogen der Verantwortung noch weiter schlagen.

Der ökumenische Kirchenchor Wasseralfingen begleitete mit schönen Gesängen unter der Leitung von Dagmar Barsacq den Gottesdienst, bevor Gertraud Ostertag vom Leitungsteam verkündete: „Ich erkläre hiermit die 18. Wasseralfinger Vesperkirche für eröffnet.“

© Aalener Nachrichten 02.02.2014

Herausragender Dienst am Nächsten

Mit einem Gottesdienst ist die 18. Wasseralfinger Vesperkirche eröffnet worden

 

Von Markus Lehmann

 

Aalen-Wasseralfingen - Die Armut kann sie nicht abschaffen und auch nicht das Elend in der Welt, hat Pfarrerin Ursula Richter am Sonntagmorgen beim Eröffnungsgottesdienst der 18. Wasseralfinger Vesperkirche in der Magdalenenkirche gesagt. „Aber sie ist ein Symbol der Begegnung unterschiedlichster Menschen im Namen Jesu Christi und Zeichen der Hoffnung.“ Deshalb, erinnerte Dekan Ralf Drescher als einer der Grußgäste, sei es wichtig, dass es solche Orte gibt: „Ohne sie wäre die Welt ärmer.“ Dann trugen die fleißigen Ehrenamtlichen auf – zum Start der vierwöchigen Vesperkirche gab’s Jägerbraten mit Spätzle und Gemüse. Bis zum 2. März gibt es im Kirchenschiff Seelsorge, Gebete, Musik, Treffen, Haarschnitte und ein Essen inklusive Kaffee und Kuchen für einen Euro und 50 Cent. Wer mehr zahlen kann, darf das gerne tun. Die Vesperkirche lebt allein von Spenden und dem Gratis-Einsatz der Helfer.

 

Spende von der Stadt

 

Eine ganz stattliche weitere Spende hatte Aalens Oberbürgermeister Thilo Rentschler bei seiner Vesperkirchen-Premiere gleich mitgebracht. Den Zuschuss der Stadt von bisher 1000 Euro pro Vesperkirchen-Saison stockte er auf 1500 Euro auf. Die Vesperkirche in Wasseralfingen (das diesjährige Motto heißt „um Himmels willen“) sei für Rentschler ein „herausragender Dienst am Nächsten“ und ein Vorbild christlichen und solidarischen Engagements für diejenigen, die „nicht auf der Sonnenseite des Lebens“ stehen. Für den OB gebe es eigentlich kein besseres Beispiel, wo das Motto von der Stadt, in der alle zusammengehören, besser gelebt wird.

 

Für Landrat Klaus Pavel ist die Vesperkirche ein „ganz fester Knoten“ im sozialen Netz, der hier von Ehrenamtlichen und Freiwilligen geknüpft wird. Deshalb sei dieser Eröffnungstag ein ganz besonderer, die Vesperkirche ein „Leuchtturm“ im Ostalbkreis. Vor 18 Jahren, erinnerte der Landrat, sei eine Vesperkirche alles andere als selbstverständlich gewesen. An Pfarrerin Richter gewandt sagte er: „Sie haben durchgehalten und Rückgrat bewiesen.“ Die Vesperkirche sieht Dekan Drescher als „großen Schulterschluss“ und für Wasseralfingens Ortsvorsteherin Andrea Hatam ist sie eine tolle Sache, auf die man in Wasseralfingen sehr stolz sein könne.

 

Wer der Wasseralfinger Vesperkirche spenden will, kann das unter folgendem Spendenkonto tun: Evangelische Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen, Kontonummer 382 700 007, Bankleitzahl 614 901 50 bei der VR-Bank Aalen. Verwendungszweck: Vesperkirche/Magda-Eckle/Bedürftige.

 

 

© Schwäbische Post 29.01.2014

Vor dem Altar gemeinsam essen

 

Vesperkirche in der Wasseralfinger Magdalenenkirche vom 2. Februar bis 2. März – Beginn am Sonntag

 

„Um Himmels willen“ ist die 18. Vesperkirche von Sonntag, 2. Februar, bis Sonntag, 2. März, in Wasseralfingen überschrieben. Dann nehmen vier Wochen lang Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten gemeinsam in der Magdalenenkirche vor dem Altar Platz für eine warme Mahlzeit, für Gebete, Gespräche und Begegnungen.

 

Ulrike Schneider

 

Aalen-Wasseralfingen. Als ein Treffpunkt für alle Schichten und Generationen gilt die Wassseralfinger Vesperkirche. Die 18. Auflage, die am Sonntag, 2. Februar, um 10 Uhr, mit einem Gottesdienst beginnt, steht unter dem Titel „Um Himmels willen“. „Das diesjährige Motto lässt sich als Ausruf über Zustände, die erschrecken interpretieren;es soll aber auch aufmerksam machen auf Gott und auf Gottes Wille“, erläutert Pfarrerin Ursula Richter von der evangelischen Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen, die die Aktion traditionell trägt. Die Theologin rechnet mit erneut mehr Gästen. Schon im vergangenen Jahr habe man rekordverdächtige 6500 Essen ausgegeben. „Daran erkennen wir, dass die Akzeptanz wächst, aber auch, dass die Not im Land steigt“, betont Diakon Jörg Dolmetsch. Vor allem nehme auch die Altersarmut zu, so Ursula Richter.

Daher gilt die Vesperkirche bei den „Machern“ als ein wichtiger Mosaikstein, der nicht nur eine besondere Gemeinschaft auf Zeit bietet, sondern auch nachhaltig wirkt; etwa bei den Schülerinnen und Schülern der Karl-Keßler-Realschule und des Kopernikus-Gymnasiums, die sich in den vier Wochen sozial engagieren. Aber auch bei den Gästen, die sensibilisiert werden für die Nöte der anderen, sich solidarisch zeigen oder profitieren. Vom günstigen Essen, das für Erwachsene 1,50 Euro kostet, für Kinder 50 Cent. „Dieser Betrag muss allerdings subventioniert werden“, sagt Corinna Pavel vom Leitungsteam. Im Prinzip kostet eine Mahlzeit fünf Euro, weshalb die Vesperkirche auf Spenden angewiesen ist. Aber auch eine Benefizveranstaltung soll helfen, die Deckungslücke auszugleichen. Zugunsten der Aktion bieten in diesem Jahr Ernst Mantel und Werner Koczwara als das Vereinigte Lachwerk Süd Kleinkunst am 12. März.

Die Termine der 18. Vesperkirche in der Magdalenenkirche

Auftakt ist am Sonntag, 2. Februar, um 10 Uhr, mit einem ökumenischen Gottesdienst und Grußworten.Gemeinsames Essen gibt es täglich in der Zeit von 11.30 bis 14.30 Uhr.Zehn vor eins finden die täglichen Kurandachten mit geistlichem Impuls, Lied und Gebet statt.Die Gehörlosengemeinde gestaltet einen Gottesdienst – auch für Hörende – am Sonntag, 9. Februar, um 10 Uhr.Der Vesperkirchenjugendgottesdienst findet am 23. Februar, 10 Uhr, statt.Den Abschlussgottesdienst mit der Gesangsgruppe Jesolo feiert Pfarrerin Ursula Richter am Sonntag, 2. März, um 10 Uhr.Der Kleiderbasar ist für 16. bis 27. Februar, 11.30 bis 14.30 Uhr, geplant. Kleider können am 14. und 15. Februar abgegeben werden.Kleinkunst mit dem „Vereinigten Lachwerk“ unter dem Titel „Um Himmels willen“ gibt’s am Mittwoch, 12. März, 19.30 Uhr (Einlass 18.30 Uhr), in der Sängerhalle. Karten ab sofort im Vorverkauf zu 16 Euro (Abendkasse 18 Euro) bei der Kreissparkasse in Aalen (Hauptgeschäftsstelle), in Wasseralfingen, Hüttlingen und Essingen.Ein Essen kostet 1,50 Euro; die echten Kosten belaufen sich jedoch auf 5 Euro, weshalb Spenden erbeten sind.Spenden an die evangelische Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen, Konto-Nummer 382 700 007; BLZ 614 901 50 bei der VR-Bank Aalen; Verwendungszweck: Vesperkirche/Magda-Eckle/Bedürftige. aki

© Aalener Nachrichten 27.01.2014

Kirchengemeinderat bewältigt große Herausforderungen

 

Mitarbeiterfest bei der evangelischen Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen – Pfarrplan und Imobilienkonzept

 

Aalen-Wasseralfingen / an Beim Mitarbeiterfest der evangelischen Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen hat Pfarrerin Ursula Richter die Mitglieder des Kirchengemeinderats für ihre Arbeit in den vergangenen sechs Jahren geehrt. „Wir hatten neben den normalen Aufgaben große Herausforderungen zu bewältigen, die auch das neue Gremium, das bei der Kirchenwahl am 1. Dezember gewählt wurde, die kommenden Jahre beschäftigen wird“, sagte die Pfarrerin.

 

Besonders die Umsetzung des Pfarrplans – bis 2018 muss die Kirchengemeinde auf 50 Prozent Pfarrstellenanteile verzichten – und die Weiterentwicklung des Immobilienkonzepts seien Herausforderungen, vor der frühere Kirchengemeinderäte in dieser grundsätzlichen Tragweite so standen. Die Beschäftigung mit sämtlichen gebäudlichen Rahmenbedingungen gleichzeitig und einer damit einhergehenden Entwicklung einer zukunftsfähigen Gemeindekonzeption, sei und ist eine Riesenaufgabe, so Pfarrerin Richter. Insbesondere galt ihr Dank dem seitherigen ehrenamtlichen ersten Vorsitzenden, Diakon Jörg Dolmetsch, für seine vielfältige und gute Arbeit in diesem Leitungsamt. Als neuer ehrenamtlicher zweiter Vorsitzender wurde Konrad Schmitt gewählt, neben Pfarrerin Richter als erster Vorsitzenden. Wilhelm Stippich, der nach 30 Jahren aus dem Kirchengemeinderat ausgeschieden ist, wurde unter großem Beifall bereits im Sonntagsgottesdienst für seinen treuen Einsatz für die Kirchengemeinde geehrt.

 

Zu Beginn des Mitarbeiterfestes betonte Pfarrerin Florentine Arshadi, dass die Kirchengemeinde dankbar sei für die vielen Mitarbeitenden, die sich mit ihren Gaben und ihrer Zeit einbringen. Heiterer Höhepunkt des Festes war das Quiz von Pfarrer Wolf Seitz, bei dem die Mitarbeiter ihr Pastoralteam mit viel Lachen und Humor von einer anderen Seite kennenlernen konnten.

 

Helmut Lohrmann zeigte Dias von den Höhepunkten der Kirchengemeinde aus den vergangenen Jahren, die Kinderkirchmitarbeiterinnen lasen eine besinnliche Geschichte und unter der Leitung von Claudia Dolmetsch rundete der Projektchor das Mitarbeiterfest musikalisch ab.