Umwelt-Programm für die Jahre 2007-2009

Umwelt-Programm für die Jahre 2010-2014

 

In diesem Programm werden Maßnahmen benannt, mit denen wir Ressourcen sparen, CO2 vermindern und das Bewusstsein für Umwelt- und Gerechtigkeitsfragen schärfen wollen.

Darüber hinaus benennen wir, was der Schöpfungsauftrag, die Erde zu bebauen und zu bewahren, für uns und unsere Aktivitäten konkret bedeuten kann.

Das Umwelt-Programm ist eine Selbstverpflichtung, die sich unsere Gruppen, Kreise, Gremien, Kindergärten und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auferlegen.

 

ü Unterstützen auch Sie die Umweltarbeit unserer Kirchengemeinde!

 

 

 

Umwelt-Programm für die Jahre 2010-2014

 

Umweltbildung / Vernetzung / Öffentlichkeitsarbeit[1]

Lfd. Nr.

Maßnahme

1.1

Gottesdienst zum Tag der Schöpfung

1.2

Infoveranstaltung für alle Mitarbeiter/innen der Kirchengemeinde und für Interessierte

1.3

Info-Veranstaltungen besuchen

1.3.1

Gemeinsame Veranstaltungen mit NABU

1.3.2

Gemeinsame Veranstaltungen mit Eine-Welt-Laden (Aalen)

1.3.3

Gemeinsame Veranstaltungen mit Obst- und Gartenbauverein

1.3.4

Gemeinsame Veranstaltungen mit dem Kleingärtnerverein

1.3.5

Gemeinsame Veranstaltungen mit Tierschutzverein

1.3.6

Gemeinsame Veranstaltung mit Naturfreunde Wasseralfingen

1.4

Umweltbericht

1.5

Präsentation der Umweltarbeit bei bes. Anlässen

1.6

Präsentation der Umweltarbeit auf der Homepage unserer Kirchengemeinde

1.7

Veröffentlichung von Umwelttipps im Gemeindebrief (Öko-Ecke)

1.8

Umwelterziehung auf den Freizeiten der Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen

1.9

Einbeziehung eines Vertreters des UWT bei allen Bau- und Renovierungsmaßnahmen[2]

 

 

Wasser

Ziel: Einsparung 2 % bis 2014

Lfd. Nr.

Maßnahme

2.1

Regenwasser in Zisterne sammeln für Toiletten-spülung im Kindergarten Regenbogen

2.1.1

Anschluss Regenrinne an Zisterne[3]

2.1.2 (*)

Leitung legen vom Keller zu den Toilettenspülun-gen im Kindergarten Regenbogen (Rohrleitung von Zisterne in den Keller ist vorhanden)

 

(*) geschätzte Gesamtkosten ca. € 20.000 (Kostenerstattung der Stadt bei Kindergartenangelegenheiten z.Zt. 65%)

 

 

Strom (inkl. Heizstrom)

Ziel: Einsparung 15-20% bis 2014

Lfd. Nr.

Maßnahme

3.1

Bankheizung (Magdalenenkirche) früher abschalten

3.2

Wechsel zu einem Öko-Stromanbieter (in unserem Fall: KSE)

3.3.

Thermografierung der Magdalenenkirche

3.4

Abdichten aller Türen in der Kirche

3.5

Anbringen von Makrolonplatten auf der Innenseite der Kirchenfenster in der Magdalenenkirche (probeweise in 2010 auf der Westseite)[4]

 

 

Heizung (ohne Heizstrom)[5]

Ziel: Einsparung 3% bis 2014

Lfd. Nr.

Maßnahme

4.1

Heiz- (und Lüftungs-) richtlinien als Merkblatt in Räume hängen

4.2

Zeitschaltuhr für Heizung der Kindergärten (Wochenende/Ferien)

 

 

Abfall

Ziel: Reduzierung der Restmüllmenge um 3 % bis 2014 und Recycling fördern

Lfd. Nr.

Maßnahme

5.1

Entsorgungs-Konzept für alle Gebäude

5.2

Selbstverpflichtung zur Müllvermeidung durch Verwenden von Mehrweg- und Verzicht von Einwegverpackungen

5.3

Altpapiersammlung

5.4.

Schrottsammlung

Verkehr

Lfd. Nr.

Maßnahme

6.1

Fahrgemeinschaften von Kirchenbesuchern

6.2

Gottesdienst zum autofreien Sonntag (3. Sonntag im Juni)

6.3

Fahrradständer (felgenschonend) vor den Kirchen anbringen

 

Ressourcen / Einkäufe / Büromaterialien

Lfd. Nr.

Maßnahme

7.1

mind. 80 % Recycling-Papier verwenden (bezogen auf weißes Papier)

7.2

Kritisch kopieren

7.3

100% fair gehandelten Kaffee verwenden (davon mind. 50 % Ökokaffee)[6]

7.4

Ökologische, regionale, fair gehandelte Produkte bevorzugen

7.5

Orangenaktion

7.6

ausschließlich Elektrogeräte anschaffen mit Energieeffizienzklasse A+ bzw. A++

7.7

Verkauf von Eine-Welt-Waren und Öko-Produkten nach dem Gottesdienst in Wasseralfingen (an jedem 1. Sonntag im Monat)

7.8

Einkauf von Büromaterial nur noch über memo AG (Ökoversand)

7.9

Reduzierung von Putz-, Reinigungs- und Spülmitteln

 

Biodiversität / Artenvielfalt / biologische Vielfalt

Lfd. Nr.

Maßnahme

8.1

Baumpflanzaktion im Garten der Versöhnungskirche

8.2

Protestaktionen unterstützen (z.B. Petition gegen die Abholzung von Tropenwäldern)

8.3

Apfelsaft aus heimischen Streuobstwiesen verwenden (mind. 80 %)

8.4

Bienenhotel erstellen

8.5.

Nistkästen und andere Unterschlupfmöglichkeiten aufhängen

 

Lärm

Lärm durch Kirchengeläut

Was früher zum Leben in der Gemeinschaft selbstverständlich dazu gehörte, wird heute teilweise als störend empfunden - das Läuten der Kirchenglocken. Bei der Beurteilung von Kirchengeläut wird zwischen dem Zeitläuten und dem täglichen Gebetsläuten und liturgischem Glockengeläut unterschieden (Quelle: http://www.stuttgart.de/item/show/52187)

 

Übrigens: Nach vorherrschender Meinung in der Rechtssprechung gehört das Läuten von Kirchenglocken aus liturgischen Gründen zur grundrechtlich garantierten Freiheit der Religionsausübung und ist im Sinne des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchG) als nicht erhebliche Belästigung anzusehen. Anders sieht es jedoch bei der Beurteilung des nächtlichen Turmuhrschlagens ohne liturgische Bedeutung aus. Hier sind die Anforderungen des Bundesimmissionsschutzgesetzes und auch die örtliche Polizeiverordnung zum Schutz gegen Lärm zu beachten (die Polizeiliche Umweltschutz-Verordnung der Stadt Aalen macht dazu keine näheren Angaben).

 

Zeitliche Beschränkung von ruhestörenden Haus- und Gartenarbeiten in der Stadt Aalen

Ruhestörende „Haus- und Gartenarbeiten, die zu erheblichen Belästigungen anderer führen können, dürfen in der Zeit von 12.30 Uhr bis 14.30 Uhr und von 20.00 Uhr bis 7.00 Uhr nicht ausgeführt werden.“ (§ 7 Polizeiliche Umweltschutz-Verordnung der Stadt Aalen). Strengeres Bundesrecht für laute, motorbetriebene Geräte ohne EU-Umweltzeichen in bestimmten Gebieten bleibt davon unberührt.

 

Einhaltung der Rechtsvorschriftung (Sicherheit und Gefahrstoffe)

Der Sicherheitsbeauftragte der Kirchengemeinde prüft jährlich die Einhaltung der sicherheitsrelevanten Auflagen (siehe Rechtscheck). Es liegen keine Verstöße gegen geltendes (Umwelt)Recht vor.

Das Rechtskataster wird geführt (siehe Kap. 4 im Grünen Buch).

Eine Übersichtsliste über die wichtigsten Umweltgesetze findet sich in Kap. 4 des Grünen Buches.

Beachte: Der Gemeinderat der Stadt Aalen hat die Einführung einer Baumschutzordnung abgelehnt, daher liegt für das Stadtgebiet Aalen (zu dem unsere Kirchengemeinde gehört) keine Baumschutzsatzung vor.

Auskunft per E-Mail von Johannes Kiefer (Stadtverwaltung Aalen; Grünflächen- und Umweltamt). Nachweis: E-Mail vom 15.10.2009.

 

Gesetzliche Grundlagen und Verordnungen zum Schutz der Umwelt liegen gedruckt vor in: Umweltrecht, Wichtige Gesetze und Verordnungen zum Schutz der Umwelt, Textausgabe mit ausführlichem Sachverzeichnis und einer Einführung von Prof. Dr. Peter-Christoph Storm, 20. neu bearbeitete Aufl. 2009 (Beck-Texte im dtv, 5533). Standort: Regal im Gemeindebüro.

 

Im aktualisierten Umweltprogramm haben neben vielen neuen Ideen auch alle nicht-realisierten Ideen/ Projekte des Umweltprogramms 2007-2010 Eingang gefunden.



[1] Den Themenkomplex „Umweltbildung“ haben wir ganz bewusst an die erste Stelle unseres Umweltprogramms gesetzt. Warum? Durch Gottesdienste und Bildungsarbeit wird das Bewusstsein für eine Spiritualität der Schöpfung und für das Klima der Erde gestärkt. Erst wenn ein solches Bewusstsein vorhanden ist, können sinnvolle und nachhaltige Maßnahmen ergriffen und umgesetzt werden.

[2] Anm.: So kommt bei jeder Baumaßnahme auch der energetische Aspekt mit in den Blick!

[3] Anm.: Einspeisung durch die Regenrinne des Gemeindehauses. Ist das Gemeindehaus aufgrund der finanziellen Lage zu halten? (Immobilienkonzeption). Ein Anschluss der Zisterne ist nur sinnvoll, wenn das Gemeindehaus im Besitz der Kirchengemeinde bleibt bzw. das Regenwasser genutzt werden kann.

 

[4] Sollte sich die Makrolonverglasung als positiv erweisen, sollen alle Kirchenfenster mit Makrolonplatten versehen werden.

[5] Die Heizung in der Magdalenenkirche ist subsumiert unter Punkt 3: Strom

[6] Anm.: Die Verwendung von fair gehandeltem Öko-Kaffee ist ein Beispiel dafür, dass wir den Austausch und die Solidarität mit Menschen in anderen Weltgegenden unseres Planeten pflegen, die noch stärker unter den globalen Klimawandel und den sozialen Folgeerscheinungen zu leiden haben. (Teilnahme an der Aktion: 1.000 Gemeinden trinken fair).