Dreieinhalb Wochen Ghana in Deutschland

Das diesjährige Begegnungsprogramm zwischen Christen des Akyem Abuakwa Presbytery, Ghana und des Evang. Kirchen­bezirks zum Thema „PEACEMAKERS“ ging am vergangenen Mittwoch mit einer bunten Farewellparty im Essinger Gemeindehaus zu Ende.
Alle Beteiligten – egal ob Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops, Gastfamilien oder Verantwortliche des Partnerschafts­ausschusses – waren sich einig: es war eine lange und intensive Zeit, gefüllt mit zahllosen Begegnungen, Gesprächen, gemeinsamem Erleben.



Begonnen hatte die Zeit am 2. Juni mit einer 9-tägigen Freizeit in Rötenbach, bei der gemein­sam gelebt, gekocht, gegessen und gefeiert wurde. Auch Arbeitseinheiten zum Thema Kon­fliktbearbeitung und Friedensarbeit standen auf dem Programm, gleichermaßen wie kreative Angebote: T-Shirts bedrucken, Friedenstauben aussägen oder Musik und Rollenspiele. Immer wieder kamen wir auf biblische Geschichten zurück: auf Abraham und Lot, Jakob und Esau oder den verlorenen Sohn. Sie alle hatten zu Frieden und Versöhnung gefunden und zeigten Wege auf, wie es im Alltag gelingen kann. Die Workshop-Gruppe arbeitete in Rötenbach als „Extrakt“ ein Abendprogramm zum Thema aus, das nach der Freizeit in Wasseralfingen, Abts­gmünd, Unterrombach und der Aalener Martinskirche „aufgeführt“ wurde, um auch die Menschen in den Gemeinden von der Partnerschaft zu berichten und Begegnung mit den ghanaischen Gästen zu ermöglichen. Es waren bewegte und bewegende Abende, die spürbar machten, was uns alle verbindet: die Musik, die Gemeinschaft, der Segen Gottes, der uns befähigt, für den Frieden aktiv zu werden.


Nach den Aufführungen durfte die ghanaische Gruppe – inzwischen in sehr aufgeschlossenen, herzlichen Gastfamilien untergebracht – noch viele touristische Höhepunkte besuchen und erleben: einen Ausflug an den Bodensee mit Schifffahrt, die Städte Stuttgart und Ulm, die Charlottenhöhle in Hürben, den Tiefen Stollen, das Schloss Fachsenfeld.


Nun sind alle wieder gesund und wohlbehalten zu Hause gelandet, die Ghanaer am ver­gangenen Donnerstagabend in Accra. Die Deutschen in ihrem Arbeits- und Lebensalltag. Es gibt viel zu erzählen und die intensiven Begegnungen tragen uns weiter, weil sie ein Stück davon sind, was uns Christen trägt und aufgetragen ist: die weltweite Gemeinschaft der Glaubenden, die Zusammengehörigkeit und die Verantwortung in der einen und für die eine Welt. Für mich spiegelt sich darin auch das wider, was „Reich Gottes“ bedeutet: dass Schwarze und Weiße gemeinsam am Tisch des Friedens und der Gerechtigkeit sitzen und sich miteinander austauschen, sich bereichern und das Leben feiern. Insofern möchte und kann ich keinen Tag dieser intensiven Begegnung missen.
 
Heike Ehmer-Stolch, Pfarrerin / Vorsitzende des                                Partnerschaftsausschusses Ghana


Mit unserem Landesbischof F.O. July in Stuttgart

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Am Bodensee in Konstanz
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