Im evangelischen Gemeindehaus in Wasseralfingen gibt es einmal im Monat ein gemeinsames Mittagessen. Es soll als Brücke zwischen den Vesperkirchen dienen. (Foto: hag)
Monatlicher Mittagstisch in der evangelischen Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen
„Den Alltag unterbrechen – miteinander essen in der Gemeinschaft.“ Unter dieser Überschrift gibt es jeden zweiten Mittwoch im Monat im evangelischen Gemeindehaus in Wasseralfingen einen Mittagstisch. Ein ehrenamtliches Team um Inge Lenz hat sich zur Aufgabe gemacht, einmal im Monat zwischen den Vesperkirchen dafür zu sorgen, dass Mittagessen in Gemeinschaft möglich wird.
Aalen-Wasseralfingen. Es ist Mittwoch Morgen, kurz nach 8 Uhr. Im Gemeindehaus in der Bismarckstraße herrscht bereits reges Leben, genauer gesagt in der Küche. Denn an diesem Mittwoch haben sich Inge Lenz, Helga Benesch, Gudrun Hross, Andrea Kolbert und Else Kuklinski (zum Team gehört auch noch Christine Wildgans), an die Arbeit gemacht. Bis sich gegen 12 Uhr der Saal im Gemeindehaus füllt, soll ein fertiges Mittagessen auf dem Tisch stehen.
„Ein großartiges ehrenamtliches Engagement“, lobt Pfarrerin Ursula Richter das Küchenteam, „und der Erlös des Mittagessens kommt dem evangelischen Förderverein für Krankenpflege und Diakonie Wasseralfingen-Hüttlingen zugute“.
An diesem Morgen wird ein Eintopf gekocht, dazu wird es Apfelküchle mit Weinschaumsauce als Nachtisch geben. Für Pfarrerin Ursula Richter ist dieser Mittagstisch die Brücke zwischen den Vesperkirchen. „Wenn die Vesperkirche Anfang März ihre Pforten schließt, dann sind viele sehr traurig, und die Zeit bis zur nächsten Vesperkirche ist so lang“, stellt die Pfarrerin fest. Jetzt sei wenigstens einmal im Monat Gelegenheit, miteinander in der Gemeinschaft Mittag zu essen.
Und der Erfolg gibt den Verantwortlichen recht. Fast 80 Personen treffen um die Mittagszeit ein, allesamt hungrig und gespannt, was es zu Essen gibt. Senioren kommen gerne, weil sie viel lieber in der Gemeinschaft essen als alleine zuhause, Berufstätige, die sich freuen, in der kurzen Mittagspause an einen gedeckten Tisch sitzen zu können. Und auch Familien mit Kindern füllen die Tische. Viele freuen sich darauf, wieder einmal Bekannte zu treffen und ein wenig zu plaudern.
An diesem Mittwoch müssen sogar noch zwei zusätzliche Tische aufgestellt werden, damit der Platz für alle reicht. „So haben wir es gerne“, strahlt dann auch Inge Lenz. „Und wir bekommen immer alle satt“. Vier Euro kostet das Mittagessen, für Kinder und Jugendliche zwei Euro. Im vergangenen Jahr brachte das Essen 2308 Euro für die örtliche Krankenpflege und Diakonie ein, seit dem Beginn dieser Initiative im Jahre 2007 fast 10 000 Euro.
Neben dem Essen und der Gemeinschaft hebt Pfarrerin Ursula Richter noch einen weiteren Aspekt des Mittagstisches hervor: „Jedes Mal gehört ein geistlicher Impuls dazu. Eine kurze Geschichte, ein Bibelvers, ein Segenswort, wie bei der Vesperkirche auch“. Und so verlassen alle Gäste das Wasseralfinger Gemeindehaus nicht nur gesättigt, sondern auch schon in der Vorfreude auf den nächsten Mittagstisch. Der ist am 9. Mai ab 12 Uhr. Weitere Termine sind der 13. Juni und der 11. Juli. br
© Schwäbische Post 20.04.2012

Bis zum nächsten Jahr. Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter der 16. Wasseralfinger Vesperkirche winken am Ende der
ökumenischen Aktion, die mit einem feierlichen Gottesdienst am Sonntag
beschlossen worden ist. (Foto: opo)
Die 16. Auflage der ökumenischen Aktion in der Magdalenenkirche ist mit einem Gottesdienst zu Ende gegangen
Die 16. Wasseralfinger Versperkirche ist am Sonntag mit einem feierlichen Gottesdienst zu Ende gegangen. In vier Wochen wurden insgesamt 6200 Essen ausgegeben. „So viele wie noch nie“, sagte Pfarrerin Ursula Richter.
Aalen-Wasseralfingen. Ein warmes Mittagessen in der Kirche, gute
Gespräche, bei denen sich Menschen kennenlernen, über die Generationen und
sozialen Grenzen hinweg. Dafür stand in den vergangenen 29 Tagen einmal mehr
die Wasseralfinger Vesperkirche. Die 16. Auflage der ökumenischen Aktion in der
Magdalenenkirche hat am Sonntagvormittag mit einem von über 200 Christen sehr
gut besuchten Gottesdienst ihren Abschluss gefunden.
Dass die Vesperkirche auch in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs ihre
Berechtigung hat, zeigen die rund 6200 Essen, die in den vergangenen vier
Wochen zur Mittagszeit ausgegeben worden sind. „Über jeden kann ein Sturm des
Lebens losbrechen“, mahnte dann auch Pfarrerin Ursula Richter, die über die
Sturmstillung aus dem Matthäus-Evangelium predigte. Niemand sei sicher vor
Krankheit oder Arbeitslosigkeit. Um so mehr gelte es, daran zu denken, dass
Jesus mit im Boot sei, im Boot des Alltags und des Lebens. Er gebe Halt und
Sicherheit. „Wir haben in der Vesperkirche in einem gemeinsamen Boot, im
Kirchenschiff, gelebt“, betonte die Theologin.
Gemeinsam habe man an einem Tisch gegessen, täglich 280 bis 300 Menschen. „Da
sind wir an unsere Kapazitätsgrenze gestoßen“, bilanziert im Anschluss an den
Gottesdienst die Pfarrerin. Sie dankte dem Organisationsteam, das Enormes
geleistet habe – zum ersten Mal ohne Gudrun Fetzer an der Spitze. 130
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter eine Klasse der Karl-Keßler-Realschule
und vier Schüler des Kopernikusgymnasiums, sind eingebunden gewesen in die
Andachten und Essensausgabe.
Der Chor Jesolo unter der Leitung von Herbert Riedl hat auch in diesem Jahr für
die musikalische Umrahmung des Vesperkirchenabschlusses gesorgt. Ulrike Schneider



![]() |
![]() |
| Neu auf der Homepage |
| 16.01.2011
Rezertifizierung Grüner Gockel EMAS |
| 11.01.2011
Umwelterklärung (44 Seiten pdf; 2,1 MB) |
|
|